Politiker twittern für viele Fake-Follower

Nach den Prozentzahlen bei Umfragen ist die Fangemeinschaft auf den sozialen Netzwerken die wichtigste Währung für einen Politiker - doch die ist zum Teil nicht echt.

Bevor sie den Medien Rede und Antwort stehen, posten sie ihre Statements lieber zuerst auf Twitter und Facebook. Für ihre Anhänger sozusagen. Doch die sind zum Teil gar keine echten Menschen, sondern Bots.

FPÖ-Chef Strache hat auf Facebook die größte Gefolgschaft, die er auch stets mit den aktuellsten Informationen versorgt. Aber auch Bundeskanzler Kern (SPÖ) gibt sich um seine Anhänger Mühe. Besonders mit seiner Video-Reihe versucht er bei den Menschen zu punkten.

Nicht alle Fans sind real

Ob es denn in Facebook auch wirklich Personen sind, die den Austro-Politikern folgen, darüber wird immer wieder gerätselt. Was die Follower auf Twitter betrifft, darüber herrscht nun Klarheit.

Das Online-Tool Twitteraudit bietet Hilfe: Es misst die Aktivität und Anzahl der Freunde der jeweiligen Profile, die einem Account folgen und kann so auflisten, ob es sich bei der Gefolgschaft um echte Personen oder Fake-Profile handelt.

Kurz trotzdem Spitze - Lunacek Schlusslicht

Sebastian Kurz von der ÖVP schneidet dabei relativ schlecht ab: Beinahe jeder zweite Follower entpuppt sich dabei als Fake-Account. Somit hätte er statt der 236.000 eigentlich "nur" 116.994 Fans. Dennoch hätte er damit die größte Anhängerschaft.

Bei Christian Kern zeigt das Tool, dass sogar mehr als die Hälfte seiner Anhänger nicht authentisch wirken. Gegenüber dem Standard versichert die SPÖ jedoch, dass sie keine Nutzer gekauft hätte. Auch eine durchgehende Kontrolle der Follower sei nicht möglich und Profile auf Verdacht sperren könnte man auch nicht machen.

Heinz-Christian Strache und Grünen Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek schneiden bei dem Test am besten ab. Ganze 86 Prozent beziehungsweise 90 Prozent ihrer Anhänger sind garantiert real. Dafür belegt die Grüne Kandidatin jedoch den letzten Platz, was die Follower angeht: Nur knapp 10.000 Leute sind an ihren Tweets interessiert.

Niemand weiß wo sie herkommen

Falsche Konten auf Twitter sind jedoch nichts Ungewöhnliches. Abgesehen von der Möglichkeit diese zu kaufen, können sie auch einfach plötzlich da sein - als Bots zum Beispiel. Für Twitter selbst sind die Profile kein Problem, denn jeder erstellte Account steigert den Wert an der Aktie. (slo)

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