Politologe: "Es gibt bei Kickl ein Problem"

Herbert Kickl
Herbert KicklGEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Herbert Kickl wird der neue FPÖ-Chef. Ein Politologe analysiert, welche Herausforderungen nun auf die Freiheitlichen zukommen.

Das FPÖ-Parteipräsidium hat am Montag beschlossen, dass Klubchef Herbert Kickl dem zurückgetretenen Parteichef Norbert Hofer nachfolgt. Bei einem Parteitag am 19. Juni wird der 52-Jährige offiziell ins Amt gewählt.

"FPÖ immer abgestürzt, sobald sie in der Regierung ist"

Kickl ist nun von der ewigen Nummer zwei nun in die Pole Position aufgestiegen. In Umfragen galt er als unpopulärster Politiker. "Kickl ist unpopulär, weil er polarisiert", erklärte Politikwissenschafter Anton Pelinka in der "ZiB2".

Jörg Haider und HC Strache schafften bei Wahlen bis zu 27 Prozent, laut Pelinka hätte auch Kickl dieses Potential. "Die freiheitliche Partei ist immer abgestürzt, sobald sie in der Regierung ist", so der Experte.

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Laut seinen Angaben werde sich die FPÖ inhaltlich nicht verändern, sondern eher strategisch, weil der neue FPÖ-Chef nicht mit der ÖVP koalieren will.

Neue Themen notwendig

"Es gibt bei Kickl ein Problem: Die FPÖ war bis jetzt eine Ein-Themen-Partei. Und das betraf Covid 19. Kickl muss nun mit den Freiheitlichen nach neuen Themen suchen, wenn die Pandemie in den Hintergrund tritt. Es wird wohl wieder die Zuwanderung werden, neu ist dieses Thema aber nicht", betont Pelinka.

Der Plan sich mit den linkeren Parteien zusammenzutun, um Kurz zu stürzen, ist laut dem Experten sehr unrealistisch. Pelinka räumte der Kickl-FPÖ aber etwa 20 Prozent ein, solange sie in der Opposition bleibt.

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