Dürüm bis der Arzt kommt

Polizei-Einsatz wegen "ranzigen Döners" in Ottakring

Es hätte ein gemütlicher Ausklang des Sonntags werden sollen, doch für einen 18-Jährigen endete der Besuch in einem Döner-Imbiss im Spital.
Maxim Zdziarski
10.03.2026, 21:23
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Ein Besuch in einem Dönerlokal in Wien-Ottakring endete für einen jungen Wiener (18) im Krankenhaus. Der 18-jährige Marcos war am Sonntagabend gemeinsam mit seinen Eltern in einem Döner-Imbiss. Seine Mutter bestellte Schnitzel mit Pommes, er selbst ein Dürüm-Menü.

Schon beim Betreten des Lokals sei ihnen ein intensiver, unangenehmer Geruch aufgefallen, der an Essig oder verdorbene Lebensmittel erinnert habe. Zunächst habe man sich dabei jedoch nichts gedacht und die Mahlzeiten gegessen.

Fleisch schmeckte verdorben

Als der Mann etwa bei der Hälfte seines Dürüms war, bemerkte er laut eigenen Angaben, dass das Fleisch ungewöhnlich und verdorben schmeckte. Auch seine Eltern hätten daran gerochen und den starken Geruch bestätigt.

Nur rund 20 Minuten später wurde dem Wiener plötzlich sehr übel. Ihm war sofort klar: Das verdorbene Fleisch muss schuld sein. Die Familie verständigte daraufhin Polizei und Rettung. Zu diesem Zeitpunkt soll sich laut dem Betroffenen nur ein Mitarbeiter im Lokal befunden haben. Dieser habe jedoch schlagartig das Lokal verlassen.

Geld angeboten, um Polizei zu verhindern

Kurz darauf seien zwei Männer aus einer gegenüberliegenden Filiale ins Lokal gekommen. Einer von ihnen habe dem Wiener laut eigener Aussage Geld angeboten, wenn er die Polizei nicht verständigen würde.

Der 18-Jährige lehnte jedoch aus Prinzip ab – die Einsatzkräfte waren zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits alarmiert. Die Polizei nahm den Vorfall schließlich vor Ort auf. Marcos selbst wurde vom Rettungsdienst in die Klinik Ottakring gebracht, wo eine Lebensmittelvergiftung diagnostiziert wurde.

Lokal am nächsten Tag geöffnet

Als der Wiener gegen 1.30 Uhr nachts vom Krankenhaus zurückkam, musste er beim besagten Dönerladen vorbeifahren. Dabei bemerkte er, dass sich weiterhin Personen im Lokal befanden und offenbar Reinigungsarbeiten durchführten. Auch am nächsten Tag sei das Geschäft normal geöffnet gewesen.

Der Mann meldete den Vorfall schließlich ein weiteres Mal bei der Polizei und dem Marktamt. "Dieses Lokal muss unbedingt gründlichst überprüft werden", ärgert sich Marcos. Nun hofft der Wiener, dass die zuständigen Behörden den Fall gründlich untersuchen, um mögliche Gesundheitsrisiken für Gäste auszuschließen.

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