Polizei-Einsatz, weil Hund an Laterne gebunden war

Diese Hündin war in Haid an eine Laterne gebunden worden. Der Besitzer ließ Minimum eine Stunde auf sich warten.
Diese Hündin war in Haid an eine Laterne gebunden worden. Der Besitzer ließ Minimum eine Stunde auf sich warten.Tierrettung OÖ
Zitternd an eine Laterne gebunden - so wurde dieser Hund von einer Passantin in Haid gefunden. Sie rief die Tierrettung OÖ, die daraufhin die Polizei.  

Freitag, gegen 18 Uhr, wurde die Tierrettung OÖ zu einem Einsatz gerufen. Eine Passantin meldete, sie habe in Haid (Bez. Linz-Land) eine Hunde-Dame angeleint an eine Laterne vorgefunden.

Das Tier zitterte am ganze Körper, dürfte dort schon einige Zeit angebunden gewesen sein. Der Hund war gechipt, weshalb die Frau beschloss, gemeinsam mit der Hündin auf deren Besitzer zu warten. Doch als auch eine halbe Stunde später noch immer jede Spur vom Besitzer fehlte, rief sie die Tierrettung OÖ zu Hilfe.

Tierfreundin Daniela Bachmair machte sich sofort auf den Weg, sicherte die kleine Hündin und fragte die Chipnummer ab. Nachdem der Vierbeiner ordentlich registriert war, wurde der Besitzer über die Telefonnummer kontaktiert. Doch am Handy ging nur die Mailbox ran. 

"Ich hatte nach dem Gespräch mit dem Besitzer ein ganz komisches Gefühl im Bauch"

Bachmair fragte noch in der Gegend, in den umliegenden Häusern, ob jemand den Hund und dessen Besitzer kenne, doch ohne Erfolg. Also packte sie die Hundedame ins Auto und fuhr wieder Richtung heimwärts. Um kurz nach 19 Uhr meldete sich plötzlich ganz unverhofft das Herrl der Hündin. Es wurde ein Treffpunkt zur Übergabe vereinbart.

"Ich hatte nach dem Gespräch mit dem Besitzer ein ganz komisches Gefühl im Bauch. Er meinte er wäre nur kurz einkaufen gewesen und für gerade einmal zehn Minuten weg. Aber zeitlich geht sich das nicht aus. Auch sonst war seine Erklärung unstimmig", so Bachmair im Gespräch mit "Heute". Gemeinsam mit Obmann Willy Schnebel kam es dann bei einer Tankstelle zum Treffen mit dem Hundebesitzer.

Besitzer drohte Tierretterin mit Anzeige

Und Bachmair hatte mit ihrem Bauchgefühl recht. Denn der Besitzer war alles andere als amused darüber, dass seine Hündin von der Laterne befreit worden war. Er drohte der Tierretterin mit einer Anzeige wegen Hundediebstahls. Darauf angesprochen warum er seinen Wohnsitz in der Slowakei angibt, obwohl das mit dem Chip nicht übereinstimmte, kam es zum Streit und Obmann Schnebel rief die Polizei zu Hilfe.

Auch den Beamten gegenüber zeigte sich der Besitzer als überaus aggressiv, darf im Schlimmsten Fall mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen. Am Ende ließ sich übrigens doch noch das Wohnsitz-Thema klären. Der Mann ist sehr wohl in Österreich gemeldet – und die Hündin trotz allem wieder bei ihm.

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