Während am Pfingstwochenende die Befreiungsfeiern im ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Mauthausen und den Nebenlagern stattfinden, versammeln sich auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg /Pliberk in Kärnten/Koroska mutmaßlich bis zu 10.000 Menschen zu einer der größten regelmäßigen rechtsextremen Manifestationen Europas.
Während am Pfingstwochenende die Befreiungsfeiern im ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Mauthausen und den Nebenlagern stattfinden, versammeln sich auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg in Kärnten bis zu 12.000 Menschen zu einer der größten regelmäßigen rechtsextremen Manifestationen Europas.
"Bei dieser jährlichen Kundgebung wird das mit den Nazis kollaborierende Ustascha-System bzw. der faschistische kroatische NDH-Staat verherrlicht - verantwortlich für den Massenmord an Juden, Roma und Sinti, Serben und Regimegegnern", warnte der Grüne Abgeordnete Karl Öllinger. Bei der Veranstaltung handelte es sich um ein "Gedenken" an das "Massaker von Bleiburg".
Hinter dem vordergründigen Gedenken an Kriegsgefallene verberge sich eine Feier, die dem faschistischen NDH-Staat huldigt, weshalb auch zahlreiche Rechtsextreme und Neonazis – nicht nur aus Kroatien anreisten. Öllinger: "Das ist ein untragbarer Zustand. Auch wenn nicht alle Teilnehmer Rechtsextreme sind – der Aufmarsch wird für eine rechtsextreme Inszenierung missbraucht - es werden selbst in Kroatien verbotene (Ustascha-)Symbole oder auch Nazi-Symbole gezeigt."
Soldaten die Waffen abgenommen
Der Verfassungsschutz beobachtete die rund 12.000 Teilnehmer am Samstag vor Ort auch darauf, ob sie verbotene Symbole und Abzeichen trugen oder zeigten. Daneben kam es zu einem kuriosen Zwischenfall: Die kroatische Ehrengarde musste ihre - nicht schießfähigen - Gewehre samt Bajonett abgeben, weil nicht klar war, ob die Waffen angemeldet und genehmigt waren.