Polizei verhinderte Al-Kaida-Anschlag auf Vatikan

Die Al-Kaida soll Anschläge auf den Vatikan und den Papst geplant haben. Die italienische Polizei konnte bei einer Razzia in Sardinien neun von 18 Anhänger des islamistischen Terror-Netzwerks festnehmen, nach den anderen Verdächtigen wird noch gefahndet.
Der Vatikan könnte das Ziel eines Terror-Anschlags gewesen sein. Italienische Ermittler gaben am Freitag bekannt, dass sie auf der Mittelmeerinsel Sardinien ein Netzwerk von Islamisten zerschlagen und insgesamt 18 Haftbefehle gegen radikale Verdächtige ausgesprochen haben. Neun Terroristen konnten bereits festgenommen werden, davon kommen acht Männer aus Pakistan und einer aus Afgahnistan. Nach drei weiteren wird gefahndet, die anderen sollen sich im Ausland abgesetzt haben.

"Großen Dschihad in Italien"

Die Polizei hat Telefonate der Verdächtigen abgehörten und ist ihnen so auf die Spur gekommen. Darin sei unter anderem davon gesprochen worden, einen "großen Dschihad in Italien" herbeizuführen. Die Gespräche hätten nahegelegt, dass der Vatikan das Ziel sein könnte, sagte einer der Fahnder gegenüber . Die Pläne seien jedoch schon fünf Jahre alt und gehen von einem Selbstmord-Attentäter aus. Zu dieser Zeit war Papst Benedikt XVI. im Amt.

" berichtet. Der Kopf der Bande sei ein Imam, ein muslimischer Geistlicher. Die italienische Polizei gab im Zuge einer Pressekonferenz am Freitag auch bekannt, dass sie ein riesige Waffenarsenal in der sardinischen Zentrale ausgehoben haben und hohe Summen an Geld gefunden haben.

Die Terrororganisation soll zudem auch von Sardinien aus Anschläge auf die pakistanische Regierung geplant haben. Die Polizei macht sie etwa für den Angriff auf einen Markt in Peschawar verantwortlich, bei dem im Oktober 2009 mehr als 100 Menschen starben.
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