Großbrand: 370 Mieter in 162 Wohnungen betroffen

Die Berufsfeuerwehr Wien (MA 68) zieht bei dem Großrand im Dachgeschoss eines Wohnhauses im elften Bezirk eine vorläufige Bilanz.
Laut Auskunft der Berufsrettung Wien (MA 70) sind eine 87-jährige Frau sowie eine vierköpfige Familie mit leichten Rauchgasvergiftungen in umliegende Wiener Spitäler gebracht worden. Währenddessen ging der Kampf gegen die Flammen am Samstagabend weiter; die Rauchsäule war weithin sichtbar. Es brannte auch gegen 20 Uhr noch immer an der Ecke Simmeringer Hauptstraße / Enkplatz.

Wie die Stadt Wien berichtete, konnte die Feuerwehr den Großbrand nach zehn Stunden gegen 20 Uhr abends unter Kontrolle bringen. Die "Alarmstufe 5" blieb aber noch aufrecht, und die Feuerwehr kämpfte weiter gegen die Flammen – "der Brand ist aber eingehegt, nun geht es sukzessive an Nachlöscharbeiten", so die Stadt Wien. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch die Nacht auf Sonntag an.

Wohnhaus evakuiert

Was war passiert? Gegen 10 Uhr Vormittag wurde die Berufsfeuerwehr am Samstag zu dem Dachgeschossbrand nach Simmering gerufen. Im Laufe des Einsatzes stufte die Feuerwehr den Einsatz zur "Alarmstufe 5" hoch – 180 Mann und 40 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr kämpfen gegen die Flammen, die auch Teile des Gebäudedachs zum Einsturz brachten. Das Wohnhaus wurde evakuiert.

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Die Rettung und befreundete Hilfsorganisationen ("4 für Wien") standen vor Ort für die Betreuung Verletzter bereit. Der Verkehr der Bim-Linie 71 war unterbrochen. Der Auslöser des Brandes ist bis dato unklar, voraussichtlich erst am Sonntag werden Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen können. Die Polizei bat auf Twitter: "Bitte meiden Sie weiterhin das Gebiet."

Bezirksvorsteher sagte Hilfe zu



"Ich drücke allen Bewohnern und Geschäftstreibenden mein Mitgefühl aus und bedanke mich bei den Einsatzkräften wie Feuerwehr, Rettung und Polizei. Ich werde allen betroffenen Simmeringer Bürgern beiseite stehen und meine Hilfe anbieten", so Simmerings Bezirksvorsteher Paul Johann Stadler (FPÖ). Sollten Betroffene keine Ersatzquartiere bekommen, wollte Stadler das Amtsgebäude als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung stellen.

370 Personen betroffen

"Insgesamt sind 370 Personen in den 162 vom Brand betroffenen Wohnungen gemeldet. Die Lösch- und Sicherungsarbeiten sind weiterhin im Gange. Die Verkehrssperren bleiben nach wie vor aufrecht", berichtete die Polizei um 18 Uhr.



Einsatzkräfte müssen ausgewechselt werden

Der Kampf gegen die Flammen zehrte an den Kräften – weshalb die eingesetzten Löschgruppen (180 Mann mit 40 Fahrzeugen im Einsatz) laufend ausgewechselt wurden, berichtete die Stadt Wien.



Aufgrund der großen Anzahl an gebundenen Feuerwehr-Einsatzkräften wurden Teile der dienstfreien Mannschaft der Berufsfeuerwehr Wien einberufen, um den Brandschutz für Wien aufrechterhalten zu können. Unterstützt wurde die Wiener Feuerwehr auch durch Freiwillige Feuerwehren aus Niederösterreich, welche die Wiener Kollegen auf verschiedenen Hauptfeuerwachen ergänzten.

(rfi)

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