Klimademo-Polizist fürchtete Schlagring

Am Freitag wurde der Polizist erstmals einvernommen, der bei der Klimademo in Wien einen Demonstranten verprügelt haben soll.
Bei 33 Grad wurde am Freitag jener Polizist vom Staatsanwalt gegrillt, der bei der Klimakundgebung in Wien einen Demonstranten verprügelt haben soll. Ein Video der Amtshandlung kursierte im Internet.

Nun legte der betroffene Beamte (31, seit fünf Jahren bei der Polizei) seine Sicht der Dinge dar. Laut seinem Anwalt Nikolaus Rast sagte er aus, dass er zu Hilfe kam, da er Schreie gehört hatte, als einem Kollegen zwischen die Beine getreten worden war. Dort stieß er dann auf jenen Mann vom Video, der sich heftig gegen die Festnahme gewehrt haben soll. "Mein Klient", so Rast, "schilderte, dass einige Aktivisten Profi-Kletterausrüstung dabei hatten. Der Polizist vermutete daher, der Demonstrant könnte sich an einem großen Karabiner festhalten und diesen als Schlagring benützen."

Da der Verdächtige trotz Aufforderung den Widerstand nicht aufgab, kündigte Rasts Mandant "Zwangsgewalt" an: "Er erklärte dem Staatsanwalt, dass er sich dazu entschieden hatte, einen Fauststoß dorthin zu versetzen, wo das geringste Verletzungsrisiko besteht. Er schlug nicht mit voller Wucht zu, sondern wollte mit kurz aufeinanderfolgenden Treffern einen Reiz verursachen."

CommentCreated with Sketch.13 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Dem Mann konnten schon nach einigen Sekunden Handschellen angelegt werden. "Er schrie: 'In die Nieren, die treten mich in die Nieren', war äußerlich aber unverletzt", so Rast. (coi)

Anwalt Nikolaus Rast.
Anwalt Nikolaus Rast.


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