Steiermark

Polizist ließ Radarstrafe löschen, muss 24.000 zahlen

In Graz hat ein Polizist einen Untergebenen angewiesen, seine Radarstrafe zu löschen. Der Chefinspektor muss nun 24.000 Euro zahlen.
29.10.2020, 18:34

Das Straflandesgericht in Graz sprach beide Polizisten des Amtsmissbrauchs bzw. der Bestimmung zum Amtsmissbrauch für schuldig und verhängte hohe Geldstrafen. Der Vorgesetzte, Rang Chefinspektor, ist in einer Tempo-30-Zone geblitzt worden, als er mit 41 Stundenkilometern zu schnell unterwegs war. Das hätte eine Strafe von 20 Euro zur Folge gehabt.

Radarbild löschen lassen

Wie der Untergebene vor Gericht aussagte, habe sein Chef ihn eine Stunde nach dem Vorfall angerufen, mit dem Auftrag, den Beginn der Messung zu ändern. Der Chefinspektor hingegen behaupte, er habe sich lediglich erkundigen wollen, "ob das Radar schon scharf war." Der Richter habe dem keinen Glauben geschenkt, zumal der Vorgesetzte  auch noch eine Mitarbeiterin anwies, das Radarbild zu löschen. Das sei "deppert" gewesen, habe der Vorgesetzte eingeräumt.

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