Das Straflandesgericht in Graz sprach beide Polizisten des Amtsmissbrauchs bzw. der Bestimmung zum Amtsmissbrauch für schuldig und verhängte hohe Geldstrafen. Der Vorgesetzte, Rang Chefinspektor, ist in einer Tempo-30-Zone geblitzt worden, als er mit 41 Stundenkilometern zu schnell unterwegs war. Das hätte eine Strafe von 20 Euro zur Folge gehabt.
Wie der Untergebene vor Gericht aussagte, habe sein Chef ihn eine Stunde nach dem Vorfall angerufen, mit dem Auftrag, den Beginn der Messung zu ändern. Der Chefinspektor hingegen behaupte, er habe sich lediglich erkundigen wollen, "ob das Radar schon scharf war." Der Richter habe dem keinen Glauben geschenkt, zumal der Vorgesetzte auch noch eine Mitarbeiterin anwies, das Radarbild zu löschen. Das sei "deppert" gewesen, habe der Vorgesetzte eingeräumt.