Polizist rettete in vier Wochen vier Tiere

Unter den geretteten Tieren: eine Ringelnatter und ein Schwan.
Unter den geretteten Tieren: eine Ringelnatter und ein Schwan.LPD OÖ
Thomas B. (42) von der Polizei Steyregg (OÖ) zieht Tierrettungen magisch an. In einem Monat hat er im Dienst vier Tiere gerettet. 

Eine Ringelnatter, ein Falke, ein Schwan und ein Mäusebussard. Revierinspektor Thomas B. vom Polizeiposten Steyregg hat ihnen allen in nur vier Wochen aus brenzligen Situationen geholfen und zum Teil sogar das Leben gerettet. 

Anfang Juni entdeckte der 42-Jährige auf Streife eine Ringelnatter. Das Reptil schlängelte beim Kreisverkehr Steyregg umher. Der Familienvater zögerte nicht lange, fing das Tier ein und brachte es in die Steyregger Au.

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Falken von der Autobahn geholt

Wenige Tage darauf kam es auf der A7 bei der Auffahrt Salzburger Straße zum nächsten tierischen Einsatz. Neben einer Leitschiene saß ein Falke. "Als wir das gesehen haben, sind meine Kollegin und ich schnell zurückgefahren. Ich hab' mich dem Falken von hinten mit der weißen Tellerkappe (Polizeikappe, Anm.) angenähert und ihn so eingefangen", erzählt B. und lacht.

Und auch ein Schwan verdankt dem tierlieben Polizisten sein Leben. Der Vogel war auf der Fahrbahn der Steyregger Brücke von Linz Richtung Steyregg gewandert. "Drei Autofahrer haben ihn eskortiert, vorne, hinten und seitlich quasi eingekesselt und so gesichert, dass er nicht mehr aus konnte. Wir sind dann hinzugekommen und haben den Schwan von der Fahrbahn geholt", so der 42-Jährige. Das unverletzte Tier wurde im Grünbereich an der Donau, direkt unter der Brücke, wieder in die Freiheit entlassen.    

Auch privat werden Tiere versorgt

Der vierte in Bunde ist ein Mäusebussard. Passanten hatten am Wochenende in Reichenthal einen verletzten Vogel gemeldet. Das Tier hüpfte auf einer Wiese umher, hatte einen gebrochenen Flügel. Thomas B. brachte ihn zur Greifvogelstation Ebelsberg, wo man sich liebevoll um ihn kümmerte.

Einen Spitznamen unter den Kollegen hat der Revierinspektor, der seit 20 Jahren für die Polizei, sechseinhalb Jahre davon am Posten in Steyregg, unterwegs ist, aber (noch) nicht. Die vielen Tierrettungen finden die super, machen sich aber zum Glück nicht drüber lustig. Auch privat sollen dem 42-Jährigen öfters Tiere zulaufen. Auf einem Bauernhof mit vielen Tieren aufgewachsen, sei ihm der Umgang mit Tieren aber jetzt nicht fremd, erzählt er.

Erst neulich fanden seine Kinder hilfsbedürftige Blaumeisen im Garten und vergangene Woche begleitete ihn ein entlaufener Hund mit heim. Über den Tierarzt konnte der Besitzer des Vierbeiners aber rasch ausfindig gemacht werden, der das Tier abholte. 

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