Polizist über Sex-Attacken: "Hätte Tote geben können...

Nach den sexuellen Übergriffen und Raubüberfällen in der Silvesternacht in Köln ist die Zahl der Anzeigen auf 121 gestiegen. Zwei Frauen gaben an, vergewaltigt worden zu sein. Bisher gibt es 16 Verdächtige, aber nur vier sind namentlich bekannt. Nach heftiger Kritik an der Exekutive wird die Ermittlungsgruppe der Polizei vergrößert. Laut Geheimprotokoll der Polizei "hätte es Tote geben können".

Nach den sexuellen Übergriffen und Raubüberfällen in der Silvesternacht in Köln ist die wird die Ermittlungsgruppe der Polizei vergrößert. Laut Geheimprotokoll der Polizei "hätte es Tote geben können".

Insgesamt wurden bisher 16 Verdächtige ausgemacht, teilte die Polizei am Donnerstag offiziell mit. Viele sind namentlich nicht bekannt, aber auf sichergestellten Bild- und Videoaufnahmen deutlich zu erkennen.

Identität von vier Männern geklärt

Die Kölner Polizei hatte am Abend die Identifizierung von vier Verdächtigen verkündet. Es handelt sich um zwei Nordafrikaner, die bereits in der Silvesternacht vorübergehend in Gewahrsam genommen worden waren. Ihnen werden Taschendiebstähle in Bahnhofsnähe zur Last gelegt. Die beiden anderen Männer sind bereits seit über drei Tagen in Haft, allerdings weil sie in der Nacht auf Sonntag Frauen bedrängt haben sollen.

Die Polizei verstärkt die Personalressourcen im Rahmen der Ermittlungen. 80 Beamte gehören der zuständigen Gruppe an. Auch die Abteilung für organisierte Kriminalität beteiligt sich an den Ermittlungen, die schleppend verlaufen. Laut Polizei liegt das vor allem an der großen Menschenmenge, die sich um den Hauptbahnhof gebildet hatte.
Geheimes Protokoll: "Hätte zu Toten führen können"

Ein von der "Bild" veröffentlichtes, geheimes Polizeiprotokoll offenbarte, dass die Beamten schon bei der Anfahrt zum Hauptbahnhof vom Ernst der Lage wussten. Tausende Menschen, vor allem Männer, feuerten Feuerwerkskörper in die Menge.

Da die Raketen und Knallkörper zu "erheblichen Verletzungen, wenn nicht sogar zu Toten führen hätte können", beschloss die Polizei, den Bereich zu räumen. "Schockierte Frauen berichteten weinend über sexuelle Übergriffe durch männliche Migranten. Frauen durchliefen einen Spießrutenlauf durch die Männermassen", heißt es darin.

Polizisten widersprechen Chefs

Der Zeitung "Welt" berichteten Polizisten, der Großteils von rund 100 zu Silvester festgenommenen Menschen seien Syrer gewesen, die erst kurz hier seien und denen es um "sexuelles Amüsement" gegangen sei. Damit widersprechen die Ordnungshüter ihren Chefs, die behauptet hatten, die Angreifer nicht zu kennen.

Anzeigenflut auch in Hamburg

Auch in anderen deutschen Großstädten laufen Ermittlungen wegen ähnlicher Szenen. In Hamburg gingen 53 Anzeigen ein, hier überlegt man, die Videoüberwachung am Kiez zu reaktivieren. In Frankfurt wird gegen eine zehnköpfige Männergruppe ermittelt, die drei Frauen attackiert haben soll.

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