Polizisten werten Unfallvideo aus und werden stinksauer

Ein Biker schien nach einem Crash in Lebensgefahr zu schweben. Doch als Polizisten ein Überwachungsvideo analysieren, ist plötzlich alles anders.

Ein Motorradfahrer liegt unter seiner Maschine, kann seine Beine nicht mehr bewegen und hat in der ganzen rechten Köperhälfte kein Gefühl mehr. Ersthelfer sichern sofort die Unfallstelle und setzen die Rettungskette in Gang. Sofort rücken Feuerwehr, Polizei und Sanitäter aus, um dem schwer verunfallten jungen Mann zu helfen. Der 19-Jährige verlor immer wieder das Bewusstsein und wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit möglicherweise lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Diese dramatischen Szenen spielten sich am 1. Mai diesen Jahres auf der Botany Avenue im englischen Mansfield, nördlich von Nottingham, ab. Die Erinnerung daran, lässt bei den örtlichen Polizeibeamten aber nur Wut aufsteigen.

Denn als die Beamten bei den Ermittlungen zur Unfallursache ein Überwachungsvideo auswerteten, wurden sie stinksauer: Es hatte nie einen Unfall gegeben! 

Lügen bis zum Ende

Die Kamerabilder zeigten, dass der 19-Jährige aus Chesterfield sein Motorrad gegen 1.14 Uhr nachts sorgsam – es durfte offenbar keinen Kratzer bekommen – mitten auf die Fahrbahn und sich dann selbst darunter gelegt hatte.

Ab dem Moment als ein Autofahrer die vermeintliche Unfallstelle entdeckte, zog der Jugendliche eine Show ab und täuschte bis zum Ende alle. Erst als er von den Polizisten mit dem Beweisvideo konfrontiert wurde, gestand er seine Lügen ein. Sein irres Motiv: er hatte einfach die Zeit von drei Blaulichtorganisationen verschwenden wollen.

Die Polizei von Nottinghamshire hat nun die Videoaufnahmen des vorgetäuschten Crashs veröffentlicht, um ein für alle Mal klarzustellen, dass solche Scherze kein Kavaliersdelikt sind.

"Wir sind von einem schweren Unfall ausgegangen und die ganze Sache hat viele Stunden Arbeitszeit bei allen drei Organisationen verschwendet", donnert Ermittler Gareth James. "Die Schwere seiner Handlungen sollte nicht unterschätzt werden. Es hätte zu Verzögerungen bei anderen, echten Einsätze führen können, was für tatsächliche Menschen in Not schlimme Folgen haben kann."

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