In der Nacht auf Mittwoch wurden Polizeibeamte in Lustenau womöglich zu Lebensrettern eines 20-Jährigen. Dieser reagierte allerdings äußerst ungewöhnlich auf die soeben erhaltene Erste Hilfe. Um 02.45 Uhr meldete eine 19-jährige Frau bei der Polizeiinspektion Lustenau, dass sie soeben von ihrem Mann angerufen worden sei. Dieser habe ihr mitgeteilt, dass er mit dem Fahrrad auf dem Fahrradweg, Nähe Bruggerloch, gestürzt sei und Hilfe brauche. Während des Gespräches sei der Handy-Kontakt plötzlich abgebrochen.
Aufgrund der Umstände wurde eine Suchtaktion eingeleitet, an welcher vier Polizeistreifen beteiligt waren. Der Mann konnte schließlich um 03.15 Uhr besinnungslos auf dem Fahrradweg liegend aufgefunden werden. Die Polizisten leisteten dem Mann Erste Hilfe. Da dieser bereits erbrochen hatte, befreiten sie dessen Mundraum vom Erbrochenen und lagerten diesen in stabiler Seitenlage. Noch vor dem Eintreffen der Rettung kam er 20-Jährige wieder zu Bewusstsein.
Der offensichtlich schwer alkoholisierte Mann "bedankte" sich bei den Polizisten auf die Weise, dass er sie mit dem Umbringen bedrohte und ihnen wüste Beschimpfungen zuteil werden ließ. Anschließend ging er tätlich gegen die ihm Hilfe leistenden Polizisten vor und musste schließlich festgenommen werden. Auch während des Transportes zur Polizeiinspektion und in der Arrestzelle verhielt sich der 20-Jährige äußerst aggressiv und bedrohte die Beamten weiterhin mit dem Umbringen. Der Renitente wird bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch und der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn angezeigt.