Badegäste wurden in einem Hallenbad im englischen Bournemouth in der Graftschaft Dorset Zeugen einer spektakulären Polizei-Aktion. Nachdem ein 50-jähriger Mann ein Kaveliersdelikt begangen hatte, verhafteten Polizisten den Übeltäter an Orte und Stelle - im Swimmingpool.
Normalerweise sind die Polizisten in Bournemouth zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs. Diesmal mussten sie in einer Schwimmhalle einen "kleinen Fisch" an Land ziehen. Nachdem ein etwa 50 Jahre alter Mann in einem Bad lautstark getobt hatte, stürmten acht Beamte die Halle und kannten keine Gnade. Zwei Uniformierte stürzten sich sofort ins Wasser und "eskortierten" den Schwimmer zum Beckenrand. Dort wurde er in Handschellen abgeführt.
Die 19-jährige Sharese Taylor, die den spektakulären Polizeieinsatz mit ihrer Handy-Kamera filmte, erzählte die Vorgeschichte: "Der Mann machte am Rand des Schwimmbeckens eine kleine Pause. Auf meinem Weg in die Umkleidekabine hörte ich plötzlich Schreie. Ich ging zum Wasser zurück und sah, wie der Mann eine Gruppe Jugendlicher anschrie. Er sagte 'Geht mir bloß aus dem Weg'. Der Bademeister bat ihn daraufhin, das Wasser zu verlassen. Doch er weigerte sich."
Augenzeugin: "Sie haben wirklich ein wenig übertrieben"
Da der Mann stur blieb, nahm das Geschehen seinen Lauf. Augenzeugin Sharese Taylor konnte angesichts der Vorgangsweise nur den Kopf schütteln: "Die Tatsache, dass für einen solchen Einsatz ein so großer Trupp anmarschieren musste, ist wirklich lächerlich. Vor dem Gebäude standen vier Einsatzwagen. Sie haben wirklich ein wenig übertrieben."
Oberinspektor Chris Weeks sieht das anders und nimmt seine Jungs nach ihrem Schwimm-Einsatz in Schutz. "Die Beamten hatten es mit einer potentiell gefährlichen Situation zu tun. Die Gegend, in der das Schwimmbad gelegen ist, hat eine hohe Kriminalitätsrate. Unseren Polizisten wird zu äußerster Vorsicht geraten. Die Sicherheit der Bürger stand auf dem Spiel. Das nehmen wir ernst."