Noch viele Menschen unter den Trümmern befürchtet

In Genua herrscht höchste Alarmstufe. Es werden nach wie vor Menschen unter den Trümmern des eingestürzten Morandi-Viadukts befürchtet.

In Genua herrscht nach dem Einsturz der vierspurigen Morandi-Autobahnbrücke Ausnahmezustand. Einsatzkräfte vergleichen die Situation mit einem Erdbeben. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Stützpfeiler noch einbrechen. Ebenso umliegende Gebäude seien nicht sicher. Es muss deshalb alles gesichert werden, immerhin könnten die umgestürzten Trümmer noch nachrücken oder weitere Teile einbrechen.

Hinweise, dass sich Österreicher unter den Opfern befinden, gibt es aktuell nicht. Die Opferzahlen werden aber fast stündlich nach oben korrigiert.

Für die Einsatzkräfte wurden Notküchen vor Ort eingerichtet. Rettungskräfte aus verschiedenen Regionen sind zusammengekommen, um gemeinsam zu helfen.

Das Wichtigste in Kürze:
In der norditalienischen Stadt Genua ist zu Mittag eine Brücke der Autobahn A10 eingestürzt.

Das Morandi-Viadukt stürzte aus mehr als 40 Metern Höhe und auf einer Länge von rund hundert Metern ein.

Die in den 1960er Jahren gebaute und 2016 renovierte Autobahnbrücke ist Teil der mautpflichtigen Autobahn A10.

Sie zählt zu den meistbefahrenen und wichtigsten Autobahnrouten von Genua.

Polizei und Rettungskräfte sprechen von zumindest 35 Toten und zahlreichen Verletzten.

Umliegende Gebäude evakuiert

Menschen aus umliegenden Häusern packten ihre wichtigsten Sachen und wurden evakuiert. Nach wie vor herrscht Alarmzustand. Die Bergungsarbeiten sind zwar sehr schnell angelaufen, werden aber bestimmt noch die ganze Nacht andauern. Die Hoffnung, dass noch Überlebende gefunden werden, ist groß. Etwa 30 Fahrzeuge sollen sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Brücke befunden haben.

Derzeit ist von 35 Toten die Rede, 16 sind verletzt. Es wird befürchtet, dass noch mehr Tote gefunden werden. Das Wichtigste sei jetzt herauszufinden, ob es noch Überlebende unter den Trümmern gibt.

Ursache noch unklar

Über die Ursache kann bisher nur spekuliert werden. 50 Jahre war die Brücke alt, sie war bereits vorbeschädigt und wurde gerade saniert. Zum Zeitpunkt des Einsturzes tobte ein heftiges Unwetter, mit Windböen von bis zu 60 Stundenkilometer. Auch einen Temperatursturz von gut zehn Grad gab es zuvor.

Zeugen berichteten von einem Blitz, der kurz vor dem Zusammenbruch in die Brücke eingeschlagen hatte. Das ist bisher nicht bestätigt.

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