Großeinsatz am Dienstagabend in Wien-Döbling: Eine Postfiliale wurde Ziel eines bewaffneten Raubüberfalls. Nach Angaben von Augenzeugen betrat ein maskierter Mann die Filiale kurz vor 18 Uhr.
Der Unbekannte drohte den Angestellten mit einer täuschend echt aussehenden Schusswaffe. Er forderte Bargeld – um zu zeigen, wie ernst er es meinte, hat er die Waffe gleich zweimal nachgeladen. Eine Patronenhülse wurde dabei ausgeworfen.
Ein Post-Mitarbeiter händigte dem bewaffneten Mann Bargeld aus zwei Kassen aus und verstaute es in einem Sack. Doch der Verdächtige gab sich damit nicht zufrieden, er forderte zusätzlich Geld aus dem Tresor.
Nachdem ihm erklärt worden war, dass sich dort kein Bargeld befinde, begab sich der Mann selbst in den hinteren Bereich der Filiale, um dies zu überprüfen. Anschließend kehrte er mit seiner Beute in den Kundenraum zurück und wollte fliehen.
Zu diesem Zeitpunkt war die Polizei jedoch bereits alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte trafen ein und machten dem Tatverdächtigen einen Strich durch die Rechnung: Noch vor dem Verlassen des Gebäudes klickten die Handschellen.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 60-jährigen Österreicher. Die Waffe stellte sich als Luftdruckwaffe heraus. Die Mitarbeiter der Filiale erlitten einen Schock, eine Angestellte musste aufgrund einer Panikattacke von der Berufsrettung Wien zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen führt nun das Landeskriminalamt Wien.