Bittere Nachtschicht für Anastasia Potapova: Österreichs Nummer eins im Tennis ist beim WTA-1000-Turnier in Toronto klar in der dritten Runde gescheitert. Gegen die Weltranglisten-Neunte Elina Switolina hatte die 25-Jährige beim 1:6, 1:6 keine Chance.
Damit verpasste Potapova den Sprung ins Achtelfinale deutlich. Bereits das erste Duell der beiden war 2022 in Monterrey an die Ukrainerin gegangen. Nun setzte sich Switolina erneut durch – und benötigte dafür gerade einmal eine Stunde.
Nach dem Match sorgte eine mittlerweile bekannte Szene für Aufmerksamkeit: Der sonst übliche Handschlag am Netz blieb aus. Switolina verzichtet seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen ihre Heimat darauf, russischen und belarussischen Spielerinnen die Hand zu geben. Potapova tritt mittlerweile für Österreich an, wurde allerdings in Russland geboren und spielte früher unter russischer Flagge.
Für Switolina war es trotz der späten Stunde ein besonderer Abend. Wegen Regens hatte sich der Spielplan in Toronto deutlich verzögert. "Es ist toll, das Spiel gewonnen zu haben. Es ist schon spät. Vielen Dank, dass ihr so lange aufgeblieben seid", bedankte sich die Ukrainerin anschließend bei den Fans.
Besonders die Unterstützung ihrer Landsleute sorgte bei ihr für Emotionen. "Das ist einfach unglaublich. Eine tolle Atmosphäre. So viele ukrainische Flaggen. Ich freue mich wirklich sehr über die Unterstützung!"