Wer in den Sommerurlaub fliegt, sollte beim Packen aufpassen: Powerbanks, E-Zigaretten und Vapes gehören auf keinen Fall in den Koffer. Immer mehr Fluggesellschaften verbieten den Transport dieser Geräte im aufgegebenen Gepäck.
Seit Anfang 2026 haben die Lufthansa Group samt Eurowings, Swiss und Austrian Airlines nicht nur den Transport im Bauch des Flugzeugs untersagt, sondern auch die Nutzung in der Kabine. Auch andere Geräte mit Li-Ion-Akku sind betroffen, etwa Akku-Luftpumpen oder Spiele-Handhelds.
Wie heise online berichtet, stellen Lithium-Akkus mittlerweile das größte Sicherheitsrisiko für Flugzeuge dar. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA gibt an, dass sich die Zahl der im Aufgabegepäck gefundenen Geräte innerhalb eines Jahres fast verdoppelt hat - von 316 Fällen im Jahr 2024 auf 643 im Jahr 2025.
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat im März 2026 ihre Vorschriften verschärft: Reisende dürfen weltweit nur noch maximal zwei tragbare Akkus mit in die Kabine nehmen. Die Regel gilt seit dem 27. März 2026.
"Fliegen ist schon eine der sichersten Arten zu reisen und wir wollen, dass das auch für jeden Passagier so bleibt", sagte Giancarlo Buono, Leiter der Abteilung für Flugsicherheit bei der CAA. Sein Rat: "Packen Sie für einen sicheren Flug richtig - das bedeutet: Verstauen Sie Ihre Akkus nicht im aufgegebenen Gepäck. Nehmen Sie sie mit in die Kabine."
Die maximale Kapazität liegt bei 160 Wattstunden (Wh). Powerbanks zwischen 100 und 160 Wh müssen vorab bei der Airline angemeldet werden. Bis 100 Wh ist die Mitnahme ohne Anmeldung erlaubt. Eine typische 10.000-mAh-Powerbank kommt auf etwa 42 Wh - also kein Problem.
Pro Person sind bis zu 15 elektronische Geräte im Handgepäck erlaubt. Bei manchen Airlines müssen Akkupacks unter dem Sitz statt im Gepäckfach über den Köpfen verstaut werden.