Österreich

Poysdorf: Verletztes Opfer verlor erst vor 1 Jahr Mann

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:44

Rund sechs Wochen dürfte die 55-Jährige an den Folgen der Messer- und Vergewaltigungsattacke eines Afghanen (22) laborieren. Leider nicht der erste harte Schicksalsschlag für sie ...

„Ich freue mich, dass der Täter gefasst wurde und möchte ich bei der Exekutive bedanken", so Bürgermeister Thomas Grießl (VP) am Mittwoch erleichtert. Der Stadtchef sparte dabei auch nicht mit Kritik: „Der zuständige Richter muss sich der möglichen Tragweite, gerade bei Gewaltdelikten, doch bewusst sein."

Noch härter ging Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FP) mit der Justiz ins Gericht: „Es kann nicht sein, dass ein Asylwerber, der beim Alter lügt, der wiederholt straffällig wird, in vielen Quartieren abgelehnt wurde, nicht umgehend abgeschoben wird. Sowas hat sich unsere Bevölkerung nicht verdient."

Hinweis von Verein

Wie berichtet soll ein Afghane (22) eine Witwe (55) in Poysdorf (Mistelbach) am helllichten mit einem Messer verletzt und fast vergewaltigt haben. Er wurde festgenommen, überraschend freigelassen, am Dienstag überführte ihn schließlich ein DNA-Treffer. Der Afghane dürfte indes vom DNA-Test erfahren haben, warf sein Handy weg und suchte bei einem Sozialverein Zuflucht. Vom Verein kam dann auch der entscheidende Hinweis. In der Nacht auf Mittwoch wurde er schließlich in Traiskirchen (Baden) erneut festgenommen.

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Sechs Wochen Gips

Während sich in den letzten Tagen fast alles um den mutmaßlichen Verdächtigen drehte, geriet das geschundene Opfer fast in Vergessenheit.

„Fürs Opfer waren die letzten Tage schwer belastend. Die Frau ist mit der Sehnenverletzung nach der Messerattacke rund sechs Wochen außer Gefecht", sagt Stadtchef Thomas Grießl. Besonders tragisch: Erst im Vorjahr hatte die Frau ihren Mann bei einem Verkehrsunfall verloren und jetzt der nächste Schicksalsschlag.