Kein Ende der Gewalt in Europa. Nach Attentaten in Würzburg, München und Ansbach in Deutschland hat es nun erneut Frankreich getroffen: Am Dienstag stürmten zwei Islamisten eine Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray in der Normandie, enthaupteten den Priester während der Messe und verletzten eine weitere Person schwer. Einer der getöteten Attentäter war amtsbekannt und wurde im März 2016 mit Fußfesseln in die Freiheit entlassen.
Kein Ende der Gewalt in Europa. Nach Attentaten in Würzburg, München und Ansbach in Deutschland hat es nun erneut Frankreich getroffen: Am Dienstag stürmten , enthaupteten den Priester während der Messe und verletzten eine weitere Person schwer. Einer der getöteten Attentäter war amtsbekannt und wurde im März 2016 mit Fußfesseln in die Freiheit entlassen.
Die Angreifer kamen durch kurz nach neun Uhr den Hintereingang der katholischen Kirche, schlossen die Türen und nahmen fünf Geiseln, darunter Priester Jaques Hamel (84), zwei Schwestern und zwei Gläubige. Einer Nonne gelang es zu fliehen. Sie alarmierte die Einsatzkräfte. Was folgte, war ein riesiger Polizeieinsatz, bei dem die Islamisten erschossen wurden.
Aufregerkommentar von Christiane Tauzher zu diesem Thema lesen:
Es war wieder IS-Terror
Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande und Innenminister Bernard Cazeneuve trafen noch am Dienstag im Ort ca 150 Kilometer nördlich von Paris ein. "Es sind Katholiken, die es getroffen hat, aber es sind alle Franzosen, die sich betroffen fühlen", sagte Hollande und sprach von einem "schändlichen terroristischen Attentat".
Laut Hollande trägt das blutrünstige Attentat die Handschrift des IS. Die mit Messern bewaffneten Terroristen schrien "Daesh" (arabisch für ISIS), wie die Zeitung "Le Point" berichtet. Der Islamische Staat hat sich bereits in einer Stellungnahme zu dem Anschlag bekannt. Die beiden "Soldaten" hätten den Aufruf, "Länder der Koalition des Kreuzes ins Visier zunehmen", befolgt.
Was wir bisher von dem Attentat wissen:
Jacques Hamel (84), Aushilfspriester in der Gemeinde Saint-Etienne in Saint-Etienne-du-Rouvray, ist getötet worden
Eine weitere Person überlebte einen Enthauptungsversuch, schwebt aber in Lebensgefahr
Die zwei Angreifer in der Kirche wurden von einer Spezialeinheit der Polizei erschossen
Laut der Schweizer Zeitung "Tribune de Genève" ist einer der Attentäter ein junger Franzose (19). A. K. wurde am 14. Mai 2015 in Genf festgenommen, nachdem er aus der Türkei abgeschoben wurde. Er hatte zweimal versucht, nach Syrien zu gelangen, einmal erfolgreich. Er wurde nach Frankreich ausgeliefert und in U-Haft genommen, aber im März 2016 mit Fußfessel in die Freiheit entlassen.
Eine Person wurde nach Ermittlungen vorübergehend festgenommen. Es soll sich um einen Minderjährigen handeln, der in Verbindung zum Attentäter A. K. steht.
Es wurden Geiseln genommen: Zwei Ordensschwestern und zwei Gottesdienst-Besucher wurden von den Islamisten in ihre Gewalt gekommen
Eine Nonne konnte fliehen. Sie alarmierte die Polizei
Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen an sich gezogen
Le Pen: Immense Verantwortung der Regierenden
Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National macht die letzten Regierungen für den Vorfall verantwortlich: "Die Verantwortung aller jener die uns seit 30 Jahren regieren, ist immens. Sie jetzt schwätzen zu sehen, ist empörend".
La responsabilité de tous ceux qui nous gouvernent depuis 30 ans est immense. Les voir bavarder est révoltant ! MLP
— Marine Le Pen (@MLP_officiel)