Die nächsten 15 Jahre lang wird laut dem G4S das Haus führen. Das Auftragsvolumen beträgt 68 Millionen Euro. Seit Wochen werden Mitarbeiter akquiriert. Der externe Dienstleister hat eine entsprechende Ausschreibung des Innenministeriums gewonnen.
Das Unterfangen ist aus hoheitlichen Gründen juristisch heikel. Laut Innenministerium kommt die "Organisationseinheit für das Zentrum für rückzuführende Drittstaatsangehörige ... verfassungsrechtlich ausschließlich dem Staat zu." Nur nicht-hoheitliche Aufgaben dürfen Private übernehmen.
Das soll Ende des Jahres fertig sein, errichtet wurde es mit Kosten von 24 Millionen Euro von der BIG, die das Gebäude dann an das Innenministerium vermietet.
Probleme für G4S in England
Die Services von Sicherheitsdienstleister G4S sind im Sommer in England in den Medien diskutiert worden: Bei der Deportation von Jimmy Mubenga im Oktober 2010 von England nach Angola ist er während der Bewachung durch drei G4S-Mitarbeiter an Bord des Flugzeuges gestorben. G4S hatte in der Folge den Auftrag verloren.
Strasser war im G4S-Aufsichtsrat
Auch im Zusammenhang mit Ernst Strasser war G4S (vormals Group4) vor einigen Jahren in den Medien gewesen: Der ehemalige Innenminister war 2011 als Aufsichtsrat des Unternehmens im Zuge der Korruptionsvorwürfe gegen ihn zurückgetreten.