Jeder sechste Österreicher würde die Corona-Sperre bis zu drei Monate aushalten, überrascht eine aktuelle Umfrage. Bis Mitte Juni also. Die Schule wäre schon fast vorbei, wenn sie denn wieder geöffnet hätte. Wir würden den Sommerferien entgegenfiebern, die wir auch außerhalb unserer vier Wände verbringen könnten. Vielleicht würden wir sogar ans Meer fahren. Zu Hause wäre es dann nicht mehr so gemütlich wie bei den derzeitigen Temperaturen. Wir würden lange draußen sein, in unserem Stammlokal im Garten sitzen. Im Durchschnitt würden wir es 70 Tage in der Isolation schaffen, so die Studie, danach wird es unbequem. Also noch etwa sechs Mal länger als jetzt. Puh.
Weil Sudern aber nichts bringt, denken viele nun lieber über ein anderes Thema nach, das sich darauf reimt. Für Singles könnte die Zeit nach Corona ein Schlaraffenland werden, ein endloser Sommer, den man nie vergessen wird. Für Paare gibt es nach dem Shutdown im Wesentlichen zwei Szenarien – Fernbeziehungen ausgenommen: Man will sich niemals wiedersehen oder bleibt für immer zusammen. Denn nichts verbindet so wie diese "Corontäne". Unsere letzten Geheimnisse werden nun aus Mangel an Privatsphäre gelüftet. Unsere finstersten Emotionen werden offenbart und unsere Nerven liegen oft blank. Aber: Wir halten zusammen. Durch dick und dünn (im wahrsten Sinn). Wer eine Ausnahmesituation wie den Shutdown übersteht, schafft alles.