Norwegens Fußball-Nationalteam hat sich für die Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko qualifiziert. Es geht nun gegen Frankreich, den Senegal und Irak. Im Vorfeld des Großereignisses gibt es allerdings Aufregung um Star-Stürmer Haaland. Der ist nämlich Teil einer Kampagne des WM-Biersponsors Budweiser.
Haaland ist in dem Spot unter anderem im norwegischen Trikot zu sehen, posiert mit einem Fan und einem Wikingerhelm auf dem Kopf in einer Fotobox. Auch Vater Alf-Inge Haaland hat dabei einen ganz kurzen Auftritt.
In seiner Heimat Norwegen sorgt der Werbespot aber bereits für helle Aufregung. Denn seit 1975 gilt im Land im hohen Norden ein explizites Werbeverbot für Alkohol – dieses ist für sämtliche Medien und auch in sozialen Netzwerken gültig.
Deshalb übte Hanna Cecille Widnes von der Alkohol- und Drogenpräventionsorganisation "Actis" auch gleich deutliche Kritik. "Ich möchte, dass der norwegische Fußballverband dem ein Ende setzt", sagte sie dem "Telegraaf". "Es ist tragisch, dass er nicht erkennt, was das für eine negative Wirkung auf Kinder und junge Erwachsene hat", sagte sie und nannte Haalands Auftritt in dem Werbespot als "wirklich problematisch".
Der norwegische Fußballverband selbst sah die Lage jedoch anders. Dessen Werbedirektor Runar Pahr Andresen hatte erklärt, dass Haaland "natürlich das Recht dazu" habe, einen derartigen Spot zu drehen. Der Fußballverband sei informiert gewesen und akzeptiere die Zusammenarbeit.