Warum Silvesterfeuerwerk beim Rathaus heuer ausfiel

Pummerin, Donauwalzer, 800.000 Besucher am Wiener Silvesterpfad und zum Beethoven-Jubiläumsjahr die "Ode an die Freude" – so rutschte Österreich ins Jahr 2020. "Heute" wünscht Prosit Neujahr!

Ein neues Jahrzehnt hat begonnen. Bei zahlreichen Veranstaltungen, gemütlich zuhause oder bei einem entspannten Fernsehabend mit Sekt und Brötchen begrüßten die Österreicher das Jahr 2020. Die Redaktion von "Heute" wünscht Prosit Neujahr und sendet allen Userinnen und Usern die besten Wünsche für die neue Dekade.

800.000 Besucher am Silvesterpfad

Der größte Event des Landes fand heuer bereits zum 30. Mal in der Wiener City statt. Der Silvesterpfad erfreute sich ungebrochener Beliebtheit. Alles in allem waren rekordverdächtige 800.000 Menschen von 14 Uhr bis weit nach Mitternacht unterwegs und genossen das vielfältige Unterhaltungsprogramm. Offiziell war das Ende der Veranstaltung mit 2.00 Uhr festgesetzt.

Pummerin, Donauwalzer, Beethoven – aber kein Feuerwerk

Das Jahr begann für die Partytiger auf Wiens Straßen wie für die Fernsehzuseher ganz traditionell – mit den Klängen von Österreichs größter (und bekanntester) Glocke. Schlag Mitternacht erhob die Pummerin ihre mächtige Stimme und läutete buchstäblich das Jahr 2020 ein. Im Anschluss hätte über dem Wiener Rathaus das obligate Silvesterfeuerwerk gen Himmel katapultiert werden sollen, doch das Wetter spielte nicht mit. "Aufgrund der derzeitigen Windstärke konnte das Silvesterpfad-Feuerwerk um Mitternacht auf dem Rathausplatz bedauerlicherweise nicht durchgeführt werden", hieß es kurz nach Mitternacht seitens der stadt wien marketing.

Der Donauwalzer konnte trotzdem angestimmt werden. "An der schönen blauen Donau / Donau so blau, so schön und blau / Durch Tal und Au wogst ruhig du hin" hallte da durch die Straßen Wiens. Im Anschluss wurde dieses Mal Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie intoniert. Der "Ode an die Freude" kam doppelte Bedeutung zu. Einerseits wurde zum 250. Geburtstag des Musikgenies das Beethoven-Jubiläumsjahr gebührend begonnen, andererseits ist Österreich zu Neujahr 25 Jahre Mitglied in der Europäischen Union – das größte Friedensprojekt seit Menschengedenken.

Neue Kontakte beim Feiern geknüft

Friedlich ging es zumindest auch bis Mitternacht am Silvesterpfad zu. Großen Ansturm verzeichnete die Begegnungszone "Friends in Vienna" zwischen Landtmann und Burgtheater. Bei moderiertem Speed Dating, einer DJ-Bühne und an der "Bussi-Bar" wurde gescherzt, gelacht sowie mit neuen Bekanntschaften vom alten Jahr Abschied genommen und Vorsätze für das neue gemacht. Unter dem Motto " Wien verbindet" konnte man hier unkompliziert Menschen kennenlernen und "gemeinsam statt einsam" einen lustigen Silvesterabend verbringen.

Sehr beliebt war auch die "Straße des Glücks" in der Teinfaltstraße, wo man mit viel Magie durch Wahrsagen, Kartenlegen oder Astrologie einen Blick in die Zukunft werfen konnte.

Stadt erfreut über großen Andrang

Gerlinde Riedl, Geschäftsführerin der stadt wien marketing gmbh, zeigte sich noch in der Nacht zum Donnerstag mit dem bisherigen Verlauf der Jubiläumsveranstaltung sehr zufrieden: "Beim 30. Silvesterpfad ist das Motto 'Wien verbindet' in der ganzen Innenstadt sicht- und spürbar. Nicht nur in der Begegnungszone 'Friends in Vienna' herrscht großer Andrang. Auch bei den anderen Veranstaltungslocations wird ausgelassen miteinander gesungen, getanzt, gefeiert und dabei eindrücklich vor Augen geführt, wie Musik und gemeinsame Erlebnisse Brücken bilden zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Generationen."

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