In der 86. Minute kam es zur vieldiskutierten Szene. Als ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer für Kingsley Coman eingewechselt wurde, hielt die Bayern-Teammanagerin Kathleen Krüger die falsche Nummer in die Luft, zeigte die 29, die alte Nummer des Franzosen. Aktuell spielt der Flügelflitzer mit der 11 auf dem Rücken. Deshalb fühlte sich kein Spieler angesprochen, verließ kein Münchner den Platz. Schiedsrichter Christian Dingert pfiff trotzdem wieder an, bis die Freiburger protestierten. 17 Sekunden spielte Bayern damit zu zwölft.
Nach einem Tag Bedenkzeit legten die Freiburger schließlich am Montag Protest gegen die Wertung des Ergebnisses ein. Das musste der deutsche Bundesligist auch machen, schließlich wäre der DFB in diesem Fall von sich aus nicht tätig geworden.
Durch den Einspruch wird der Fall nun aber neu aufgerollt. Zunächst müssen die Bayern, genauso wie Referee Dingert und Arno Blos, der Vierte Offizielle, eine Stellungnahme abgeben. Danach werde über das weitere Vorgehen entschieden, erklärte der deutsche Fußballbund.
Wie das DFB-Sportgericht nun entscheidet, ist völlig offen. Einen vergleichbaren Fall gab es im Profifußball noch nie. Allerdings sind nur drei Varianten möglich. Möglichkeit eins ist, dass es beim 4:1-Erfolg der Bayern bleibt. Die zweite Variante wäre ein Wiederholungsspiel anzusetzen und Möglichkeit Nummer drei würde einen 2:0-Erfolg der Freiburger am grünen Tisch ergeben.
Nun hängt es davon ab, wem das DFB-Sportgericht die Schuld an der Wechsel-Panne gibt. Wird der Schiedsrichter verantwortlich gemacht - er gab die Partie schließlich wieder frei - könnte es zu einer Wiederholung kommen, wird den Münchnern ein Fehlverhalten nachgewiesen, so würden die Freiburger am grünen Tisch siegen.
Bereits Ende der Woche könnte das Urteil fallen. Die Bayern haben jedenfalls die Möglichkeit, in Berufung zu gehen.