Niederösterreich

Proteste gegen Rinderleid auf Vollspaltenboden

Tierschützer in Rinderkostümen sorgten für Aufsehen in Wr. Neustadt. Sie protestierten gegen Vollspaltenböden in Ställen. 

Tanja Horaczek
Tierschützer protestierten in Rinderkostümen gegen Vollspaltenböden.
Tierschützer protestierten in Rinderkostümen gegen Vollspaltenböden.
VGT

Allein im Bezirk Wiener Neustadt gibt es 10.538 Mastrinder, in ganz NÖ zusammen sind es 184.000. Damit ist das Bundesland knapp nach OÖ jenes mit den zweitmeisten Mastrindern Österreichs.

Geschwollene Gelenke und Lahmheit 

Und 70 Prozent davon stehen im österreichischen Schnitt auf Vollspaltenboden, also einem vollständig mit 3,5 cm breiten, scharfkantigen Spalten im Abstand von 8 Zentimeter durchzogenen Betonboden. Laut Tierschützern eine Tierquälerei: geschwollene Gelenke, verletzte Schwanzspitzen, Lahmheit, sowie Schwierigkeiten beim Aufstehen und Niederlegen seien die Folge. Die Alternative sei simpel und in Österreich durchaus etabliert: tief eingestreuter Strohboden z.B. im sogenannten Tretmiststall.

Passanten wurden von Tierschützern auf die Petition gegen Tierquälerei hingewiesen.
Passanten wurden von Tierschützern auf die Petition gegen Tierquälerei hingewiesen.
VGT

Petition gegen Tierquälerei

Um darüber zu informieren, versammelten sich Tierschützer des VGT am Sonntag am Hauptplatz in Wr. Neustadt. Zu sehen gab es unter anderem einen Aktivisten mit Rindermaske und Verkleidung. Er lag auf einem mitgebrachten Vollspaltenboden. Passanten wurden mit Flugblättern und Megaphon informiert. Zahlreiche Bürger unterschrieben die VGT-Petition gegen die Tierquälerei. Laut VGT war die Meinung der Passanten: "Diese Form der Rinderhaltung muss ein Ende haben".

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