Ihm drohen bis zu 12 Jahre

Geldwäsche – Prozess gegen Ex-Präsident Martinelli

In Panama beginnt der Prozess gegen Ex-Präsident Martinelli wegen Geldwäsche im Odebrecht-Skandal. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft.
Newsdesk Heute
13.01.2026, 08:27
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In Panama-Stadt hat am Montag der Prozess gegen den früheren panamaischen Präsidenten Ricardo Martinelli begonnen.

Ihm wird Geldwäsche im Zusammenhang mit dem riesigen Korruptionsskandal rund um den brasilianischen Bauriesen Odebrecht vorgeworfen. Martinelli war per Videokonferenz zugeschaltet und beteuerte vor Gericht: nicht schuldig. Der 73-Jährige hält sich derzeit in Kolumbien auf, wo er im Vorjahr um Asyl angesucht hat. Sollte er in Abwesenheit verurteilt werden, drohen ihm bis zu zwölf Jahre Haft.

Odebrecht, das inzwischen Novonor heißt, hat zugegeben, während Martinellis Amtszeit als Präsident von Panama (2009 bis 2014) rund 59 Millionen Dollar (etwa 50 Millionen Euro) an Schmiergeld an ihn gezahlt zu haben. Damit wollte sich das Unternehmen große Bauaufträge sichern, unter anderem für die U-Bahn von Panama-Stadt, eine moderne Autobahn entlang der Küste und den Ausbau des internationalen Flughafens.

Nicht nur Martinelli, sondern auch der ehemalige Präsident Juan Carlos Varela sowie zwei Söhne Martinellis sind in dem Fall angeklagt. Martinelli hatte im Vorjahr in Kolumbien Asyl beantragt, um einer weiteren Festnahme zu entgehen. In einem anderen Geldwäsche-Prozess war er bereits zu fast elf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Odebrecht-Skandal hat nicht nur Panama, sondern viele Länder in Lateinamerika erschüttert. Die Ermittlungen haben ein ausgeklügeltes System aufgedeckt, mit dem Politiker, Parteien, Beamte und Manager bestochen wurden.

Auch die früheren Präsidenten von Peru, Pedro Pablo Kuczynski (2016 bis 2018), Ollanta Humala (2011 bis 2016) und Alejandro Toledo (2001 bis 2006), sind in den Skandal verwickelt. Toledo und Humala sitzen derzeit Haftstrafen in Peru ab. In Argentinien, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Panama, Venezuela und der Dominikanischen Republik sind ebenfalls Politiker im Zusammenhang mit dem Odebrecht-Skandal verurteilt worden.

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