In Montreal beginnt am Montag der Prozess um den spektakulärsten Kriminalfall der vergangenen Jahre in Kanada. Vor Gericht steht der 30-jährige Luka Rocco Magnotta, der seinen Freund mit einem Eispickel ermordet und die Leiche zerstückelt haben soll.
In Montreal beginnt der Prozess um den spektakulärsten Kriminalfall der vergangenen Jahre in Kanada. Vor Gericht steht der 30-jährige Luka Rocco Magnotta, der im Mai seinen
Mehrere Leichenteile des Opfers soll der kanadische Pornodarsteller und Prostituierte anschließend an politische Parteien in Ottawa sowie Schulen in Vancouver geschickt haben.
Zudem soll er die Tat gefilmt und das Video ins Internet gestellt haben. Magnotta flüchtete nach der Tat nach Frankreich und von dort nach Deutschland. Anfang Juni vergangenen Jahres wurde der Kanadier vom Betreiber eines Internetcafes im Berliner Stadtteil Neukölln erkannt und von der Polizei festgenommen. Am 19. Juni wurde er nach Kanada ausgeliefert. Er bekannte sich nicht schuldig.
Zu Beginn des Vorverfahrens gegen den Pornodarsteller und Prostituierten beantragten die Anwälte des Angeklagten, die Öffentlichkeit auszuschließen. Ein "gerechter" Prozess sei nur möglich, wenn die Geschworenen nicht dem Druck der Öffentlichkeit ausgesetzt würden, argumentierten sie. Die Staatsanwaltschaft und ein Medienanwalt sprachen sich dagegen aus. Richterin Weizmann will ihre Entscheidung am Dienstag verkünden.