Pensionistin (78) überfallen: Schuldsprüche

Staatsanwalt Philip Christl (li.) und LKA-Chef Gottfried Mitterlehner gaben bei einer Pressekonferenz die Ausforschung der Bande bekannt.
Staatsanwalt Philip Christl (li.) und LKA-Chef Gottfried Mitterlehner gaben bei einer Pressekonferenz die Ausforschung der Bande bekannt.Bild: Harald Dostal
Fünf Angeklagte sollen eine 78-Jährige in ihrer Wohnung in Leonding brutal überfallen und ausgeraubt haben. Alle fünf wurden schuldig gesprochen.

Der Prozess um eine Home-Invasion-Bande wurde am Montag, am Landesgericht Linz fortgesetzt. Fünf Angeklagte sollen eine 78-Jährige Pensionistin in ihrer Wohnung in der Nacht auf 14. August des Vorjahres brutal ausgeraubt und die Frau und ihren Mitbewohner, einen mongolischen Asylwerber, gefesselt und geknebelt haben (wir berichteten).

Die Art der Fesselung war höchst gefährlich: Bei jeder Bewegung zog sich die Schnur fester zu. Dem Asylwerber gelang es, seine eigenen Fesseln zu lösen und die Pensionistin zu befreien.

Große Summe Bargeld in Wohnung vermutet

Motiv für den Überfall war die Hoffnung auf eine große Summe Geld: Ein 49-jähriger Mazedonier, der immer wieder Arbeiten im Garten der Pensonistin durchführte, glaubte, dass die Frau zuhause 300.000 Euro aufbewahre. Das stellte sich aber als falsch heraus: Die Täter erbeuteten nur ein paar Ringe, das Handy der Frau sowie 3.200 Euro Bargeld.

Zwei der fünf Angeklagten gelten als mutmaßliche Drahtzieher des Überfalls. Zwei weitere sollen die Tat ausgeführt haben, einer der Männer soll das Fluchtfahrzeug gelenkt haben.

Es wurden schließlich Strafen von vier, zweimal sechs, sechseinhalb und siebeneinhalb Jahren Haft verhängt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Ein weiterer Mittäter (19) wurde bereits verurteilt.



(rs)

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