Es waren wilde Szenen nach dem Schlusspfiff des WM-Finales.
Während Spaniens Spieler den WM-Coup feierten, gingen mehrere Argentinier auf Gavi los. Mittendrin: Leandro Paredes. Der Weltmeister packte den 21-Jährigen, stieß ihn zu Boden und löste damit eine Rudelbildung aus. Die Bilder gingen um die Welt, die FIFA leitete Ermittlungen gegen mehrere argentinische Spieler ein.
Umso überraschender fällt nun Gavis Reaktion aus. Bei einer Ehrung in seiner Heimat Los Palacios y Villafranca stellte der Barça-Profi klar, dass er keine nachträglichen Strafen für die Argentinier fordert.
"Nein, wenn du die Wahrheit wissen willst, glaube ich nicht, dass sie gesperrt werden sollten", sagte Gavi. Er erklärte, dass solche Emotionen nach einem WM-Finale zum Fußball dazugehören.
"Ich verstehe, dass es kein gutes Bild für Kinder ist, aber es gibt auch diese Seite des Fußballs, die manchmal etwas rauer ist. Vielleicht wäre es am logischsten gewesen, ihn während des Spiels vom Platz zu stellen. Aber am Ende ist alles Fußball."
Neben den Aussagen zum Final-Eklat sorgte auch die Ehrung selbst für Aufmerksamkeit. Gavi und Teamkollege Fabián Ruiz erhielten von ihrer Heimatgemeinde ihr jeweiliges Körpergewicht in Tomaten. Für Gavi bedeutete das 68,5 Kilogramm, für Ruiz sogar 84,5 Kilogramm.
Doch damit nicht genug: Die Gemeinde kündigte an, ihre Fußballplätze nach den beiden Weltmeistern zu benennen. Zusätzlich entsteht ein Denkmal für Gavi, Fabián Ruiz und Ex-Nationalspieler Jesús Navas, der 2010 mit Spanien den WM-Titel holte und bei der Feier anwesend war.