Am 22. Mai 2004 gaben sich der damalige spanische Kronprinz Felipe und die Journalistin Letizia Ortiz in der Madrider Almudena-Kathedrale das Jawort. Über 25 Millionen TV-Zuschauer verfolgten die Zeremonie, eines der größten gesellschaftlichen Ereignisse Spaniens.
Während die Öffentlichkeit feierte, verlagerte sich das Geschehen am Abend in den Zarzuela-Palast. Dort fand ein privates Gala-Dinner im kleineren Kreis statt – und genau dort eskalierte die Situation.
Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, trafen beim Dinner zwei Mitglieder des Hauses Savoyen aufeinander: Viktor Emanuel von Savoyen und sein Cousin Amadeus von Savoyen-Aosta. Die beiden lagen seit Jahren in einem erbitterten Streit über die Rolle des Familienoberhaupts.
Obwohl die Organisatoren versucht hatten, beide getrennt zu halten, kam es zur Begegnung. Amadeus ging demnach zunächst freundlich auf Viktor Emanuel zu und begrüßte ihn. Dieser reagierte jedoch aggressiv und schlug seinem Cousin ins Gesicht.
Amadeus taumelte, konnte jedoch von Anne-Marie von Griechenland gestützt werden. Ein ägyptischer Scheich kümmerte sich um seine Verletzungen.
Amadeus äußerte sich später gegenüber der Zeitung "La Stampa" und beschrieb den Vorfall als "eine unangenehme Angelegenheit, die keinen weiteren Kommentar verdient."
Auch der ehemalige spanische König Juan Carlos I. soll den Eklat knapp kommentiert haben – mit den Worten: "Nie wieder."