Protest gegen Korruption

Zehntausende fordern Rücktritt von Spaniens Premier

Zehntausende demonstrieren in Madrid gegen den Korruptionsverdacht im Umfeld von Pedro Sánchez und fordern seinen Rücktritt sowie Neuwahlen.
Newsdesk Heute
23.05.2026, 19:55
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Wegen Korruptionsverdachts im Umfeld von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sind am Samstag zehntausende Menschen in Madrid auf die Straße gegangen und haben seinen Rücktritt gefordert. Die Demonstranten zogen mit spanischen Fahnen und Transparenten wie "Korruption hat ihren Preis. Schluss mit der Straflosigkeit. Rücktritt und Wahlen jetzt!" durch die Hauptstadt.

Aufgerufen zu dem Protest hat ein Bündnis aus mehr als 150 Organisationen. Die Veranstalter sprachen von 120.000 Teilnehmern, laut Behörden waren es rund 40.000. Nach Ende des Protestmarschs versuchten einige Teilnehmer, bis zur offiziellen Residenz des Regierungschefs vorzudringen.

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Wie im Fernsehen zu sehen war, wurden sie aber von der Bereitschaftspolizei zurückgedrängt. Drei Personen wurden festgenommen, sieben Polizisten laut Behörden leicht verletzt. Unterstützt wurde die Kundgebung von der konservativen Volkspartei PP und der rechtsextremen Vox-Partei.

"Von einer korrupten Mafia als Geisel gehalten"

"In Pedro Sánchez' Kreis ist niemand mehr übrig, dem nicht sehr schwere Straftaten vorgeworfen werden. Spanien wird von einer korrupten Mafia als Geisel gehalten", sagte Vox-Chef Santiago Abascal vor Beginn der Demo zu Journalisten.

Sánchez, ein Sozialist, kam 2018 nach einem Misstrauensvotum gegen die von einem Korruptionsskandal erschütterte konservative PP an die Macht. In den vergangenen Wochen musste sich sein früherer Vertrauter und Verkehrsminister José Luis Ábalos in einem Korruptionsprozess verantworten, das Urteil steht noch aus.

Regierungschef weist alle Vorwürfe zurück

Auch gegen den früheren sozialistischen Regierungschef und Sánchez-Verbündeten José Luis Rodriguez Zapatero wurden vor wenigen Tagen Ermittlungen wegen Vorteilsgewährung aufgenommen.

Sánchez' Bruder David ist wegen Vorteilsgewährung angeklagt. Auch gegen seine Frau Begoña Gomez wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Der Regierungschef selbst weist alle Vorwürfe gegen seine Familie als politisch motiviert zurück.

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