Korruptionsverdacht

Frau von Spaniens Premier Sánchez angeklagt

Gegen die Ehefrau des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez wurde nach zwei Jahren Ermittlungen Anklage erhoben. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Newsdesk Heute
14.04.2026, 09:27
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Der 55-Jährigen werden Unterschlagung, Einflussnahme, Korruption und Veruntreuung zur Last gelegt. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Gerichtsdokument hervor.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Lehrstuhl an der Universität Complutense in Madrid, den Begoña Gómez gemeinsam mit einer anderen Person leitete. Der Vorwurf: Sie soll öffentliche Mittel und persönliche Kontakte zur Förderung privater Interessen genutzt haben.

Richter: Lehrstuhl diente ihrer Karriere

Richter Juan Carlos Peinado hatte die Ermittlungen bereits im April 2024 eingeleitet. Er wollte klären, ob Gómez ihre Position als Ehefrau des Ministerpräsidenten unrechtmäßig zu ihrem privaten Vorteil ausgenutzt habe. Sein Fazit: Der Lehrstuhl habe ihr "als Mittel zur privaten beruflichen Weiterentwicklung" gedient.

Anzeige einer rechtsnahen Organisation

Gómez und Sánchez weisen die Anschuldigungen zurück. Die Anzeige kam von der Antikorruptionsorganisation Manos Limpias (Saubere Hände), die laut Berichten rechtsextremen Kreisen nahestehen soll.

Der sozialistische Regierungschef bezeichnet die Ermittlungen als Teil einer Kampagne der rechtsgerichteten Opposition, die seine Regierung destabilisieren wolle. Sánchez steht auch wegen weiterer Korruptionsfälle in seinem engsten Umfeld unter Druck - die Opposition fordert seinen Rücktritt.

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