Für Andrew Mountbatten-Windsor (66) spitzt sich die Lage weiter zu. Londons Polizeichef Mark Rowley hat gegenüber "ABC News" bestätigt, dass die Behörden aktuell eine ganze Reihe von angeblichen Sexualdelikten rund um den in Ungnade gefallenen Royal prüfen.
Es gehe darum, die Anschuldigungen zu sichten und zu klären, ob diese eine strafrechtliche Ermittlung rechtfertigen. Auslöser seien unter anderem Unterlagen und Fotos, die von der US-Justiz jüngst veröffentlicht wurden.
Der 66-Jährige steht seit Jahren wegen seiner Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der Kritik. Der wohl schwerwiegendste Vorwurf stammt von Virginia Giuffre, die angab, Andrew habe 2001 sexuelle Handlungen mit ihr vorgenommen, als sie erst 17 Jahre alt gewesen sei.
Andrew selbst hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Dennoch legte er 2022 einen Zivilprozess mit Virginia gegen eine nicht veröffentlichte Summe bei, die auf rund 15 Millionen Dollar geschätzt wird.
Virginia Giuffre hatte ihre Vorwürfe in ihrem posthum veröffentlichten Buch "Nobody's Girl" detailliert geschildert. Sie beschrieb, wie Jeffrey Epstein sie für ein Treffen mit dem Royal mit 15.000 US-Dollar bezahlt habe.
Nach Erscheinen der Memoiren im Herbst 2025 zog König Charles Konsequenzen: Er entzog seinem Bruder sämtliche verbliebenen royalen Ehrentitel. Zudem musste Andrew seine langjährige Residenz räumen. Nun bleibt abzuwarten, ob Andrew endgültig zur Rechenschaft gezogen wird.