Schon wochenlang läuft der Transfer-Streit zwischen dem französischen Star-Kicker und dem aus Kater finanzierten Scheich-Klub. Mbappe hat die Klub-Bosse darüber informiert, seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag bei den Parisern nicht zu verlängern. Stattdessen will der 24-Jährige dann gratis gehen – wohl zu Real Madrid.
Das passt Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi aber gar nicht. Der Statthalter Katars bei PSG will noch eine millionenschwere Ablösesumme für Mbappe kassieren, nahm deshalb bereits ein 300 Millionen Euro schweres Angebot vom saudischen Klub Al-Hilal an. Doch Mbappe dachte nicht daran, mit dem Verein zu verhandeln.
Um Mbappe unter Druck zu setzen, wurde der französische Teamspieler nicht mit auf die Asien-Tour seines Klubs genommen. Nach der Rückkehr folgte die Degradierung in die zweite Trainingsgruppe – doch auch das zeigte keine Wirkung, Mbappe will weiterhin nicht wechseln, wie der 24-Jährige laut "Le Parisien" Al-Khelaifi in einem Vier-Augen-Gespräch klarmachte.
Deshalb folgte am Samstag die nächste Eskalationsstufe. Denn der Fußball-Star wurde von Coach Luis Enrique nicht in den Spieltagskader für den Ligue-1-Auftakt des Meisters gegen Lorient am Samstagabend berufen. Mbappe muss also auf der Tribüne Platz nehmen. Auch Neymar fehlt im Pariser Kader, allerdings krankheitsbedingt, wie es vonseiten des Klubs hieß. Auch der Brasilianer ist bei PSG nicht mehr erwünscht, steht auf der Abschussliste.
Derweil hat Paris bereits einen möglichen Mbappe-Erben präsentiert. PSG machte am Samstag die Verpflichtung von Ousmane Dembele öffentlich. Der pfeilschnelle Außenstürmer wurde dank einer Ausstiegsklausel in der Höhe von 50 Millionen Euro von Barcelona unter Vertrag genommen. Der 26-Jährige unterschrieb einen bis 2028 laufenden Vertrag.
"Ich freue mich sehr, über meinen Wechsel zu Paris St.-Germain und kann es kaum erwarten, für meinen neuen Verein zu spielen. Ich hoffe, dass ich mich hier weiterentwickeln und alle Fans des Vereins stolz machen kann", so Dembele. "Willkommen zu Hause, mein Bruder. Das Abenteuer beginnt", meldete sich auch Mbappe zu Wort.
Dembele war 2017 für 135 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu den Katalanen gewechselt, die Karriere des hochbegabten Flügelflitzers geriet allerdings immer wieder durch Verletzungen ins Stocken. Dembele bestritt 185 Partien für die Katalanen, erzielte dabei 40 Tore und bereitete 43 Treffer vor.