Fussball

PSG muss sparen, diese Stars sind auf Abschussliste

Paris Saint-Germain muss Geld einnehmen, um sein Transfer-Minus auszubessern. Diese Stars sollen den Klub nun verlassen.
Sebastian Klein
27.12.2021, 09:31

PSG lacht in der Ligue 1 von der Tabellenspitze, hat sich in der Champions League für das Achtelfinale qualifiziert. Eigentlich läuft es für den Scheich-Klub sportlich nach Wunsch. Über die Weihnachtsfeier bröckelt aber die glänzende Fassade des Star-Ensembles.

Einerseits, weil Mauricio Pochettino Probleme hat, die Kabine zusammen zu halten. Andererseits, weil der Klub den Sparstift ansetzen muss, will er nicht erneut bei Liga und UEFA in Erklärungsnot geraten.

So berichtet die L'Equipe aktuell, dass PSG rund 100 Millionen Euro einsparen muss, um nicht auf eine Finanzspritze des Scheichs angewiesen zu sein. Im vergangenen Sommer gab der Klub 83 Millionen Euro für neue Spieler aus. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn mit Lionel Messi, Sergio Ramos, Georginio Wijnaldum und Gianluigi Donnarumma wurden zudem Top-Stars ablösefrei verpflichtet, die ein üppiges Gehalt beziehen. Allein für Messi müssen die Pariser jährlich 41 Millionen Euro zahlen.

Auf der Abschussliste: Rafinha, Mauro Icardi, Layvin Kurzawa, Abdou Dialla, Thilo Kehrer und Julian Draxler.

Rafinha soll kurz vor einem Transfer zu Real Sociedad stehen, rund zwölf Millionen Euro einbringen. Bei Icardi soll Juve dran sein - ein Deal habe sich aber jüngst zerschlagen, weil die Turiner ein Tauschgeschäft im Sinn hatten. Kurzawa hat noch bis 2024 Vertrag und soll zu Kollegen gesagt haben, er wolle unbedingt bleiben.

Die Lage ist also verzwickt.

Ebenso wie die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, mit denen Pochettino derzeit zu kämpfen hat. Die Stars nehmen sich immer größere Freiheiten raus. Neymar Jr. soll jüngst zu spät beim Training erschienen sein, weil er bei einem Sponsoren-Event war. Lionel Messi und Leandro Paredes hätten zu tief ins Glas geblickt und sich wegen "Magenproblemen" krank gemeldet. Zwei weitere Südamerikaner seien dem Training vor den Weihnachtsfeiertagen gar unentschuldigt ferngeblieben. Die Rede ist von Grüppchenbildung und Ausgrenzung der französischen Spieler.

Zudem zeichnet sich bereits seit Monaten der ablösefreie Abgang von Jungstar Kylian Mbappe ab. Sein Vertrag läuft aus. Er verweigert bisher die Verlängerung, liebäugelt mit einem ablösefreien Wechsel zu Real Madrid.

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