Im Gegendtal (Oberkärnten) sorgt eine Serie illegaler Müllablagerungen für Ärger. Mittlerweile sind im Wald fast 400 volle Müllsäcke entdeckt worden. Zuletzt wurden in der Vorwoche wieder Säcke gefunden.
Die acht bis zehn Kilo schweren Müllsäcke enthalten Speisereste, die zuvor zum Teil fein püriert worden waren. Wer den Müll dort entsorgt hat, ist derzeit völlig unklar. Die Frage beschäftigt Bürger, Politik und Polizei gleichermaßen.
Normalerweise müssten Grundstücksbesitzer die gefundenen Müllsäcke selbst entsorgen. In diesem Fall sprang jedoch die Gemeinde ein. "Wir haben die Grundstücksbesitzer entlastet in diesem Bereich. Wir haben sie unterstützt", sagt Ebner.
Der Aufwand ist beträchtlich. Bauhofmaschinen mussten eingesetzt und ein Müllentsorger beauftragt werden. Laut Bürgermeister kostet die Aktion rund 2.000 bis 3.000 Euro, so der ORF. "Die normale Entsorgung hätte diesbezüglich nur 100 Euro gekostet. Ich habe überhaupt kein Verständnis dazu, weil einfach die Kosten die Allgemeinheit tragen muss. Wenn man das normal entsorgen würde, reden wir von 100 Euro."
Auch für die Umwelt ist der Müll ein Problem. Die Speisereste sind mehrfach in Plastik verpackt und wurden teilweise in unwegsames Gelände geworfen. "Es ist in Plastiksäcken verpackt und die werden in unwegsamen Gelände einfach hinuntergeschmissen. Das verrottet natürlich ewig nicht und das ist natürlich ein riesengroßes Problem und deshalb haben wir es auch entsorgen müssen."
Die Bürger im Gegendtal sind inzwischen besonders aufmerksam. "Sie werden natürlich mit Argus-Augen darauf achten, welche Fahrzeuge wohin fahren. Und natürlich auch in enger Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Afritz am See werden wir versuchen diese Problematik zu lösen."