Mit einem kurzen, aber unvergesslichen Auftritt schrieb er Filmgeschichte: Schauspieler Stephen Hibbert ist tot. Der Darsteller starb laut seiner Familie bereits am 2. März in Denver im US-Bundesstaat Colorado an einem Herzinfarkt. Hibbert wurde 68 Jahre alt.
Der gebürtige Brite hinterlässt drei Kinder. In einem Statement der Familie, über das unter anderem "TMZ" berichtete, heißt es: "Unser Vater, Stephen Hibbert, ist kürzlich unerwartet verstorben. Sein Leben war geprägt von Liebe und Hingabe zur Kunst und zu seiner Familie. Viele werden ihn sehr vermissen."
Weltweit bekannt wurde Hibbert durch eine Rolle, in der er kein einziges Wort sprach. In dem Kultfilm Pulp Fiction von Quentin Tarantino spielte er den gefesselten Sexsklaven "Gimp".
In einer der berüchtigtsten Szenen des Films begegnet der stumme Latex-Sklave der Figur Butch, gespielt von Bruce Willis, in einem düsteren Folterkeller. Gekleidet in einen Ganzkörper-Latexanzug, mit Maske über dem Gesicht und an die Decke gekettet, stößt der "Gimp" lediglich Grunzlaute aus.
Wie die Figur überhaupt in diesen Keller gelangte, bleibt im Film bewusst ungeklärt. In der Szene wird Hibberts Charakter schließlich von Willis’ Figur bewusstlos geschlagen und hängt danach regungslos an seiner Kette.
Neben seinem legendären Kurzauftritt war Hibbert auch in anderen Produktionen zu sehen. So spielte er unter anderem in der Komödie Austin Powers: The Spy Who Shagged Me sowie im Familienfilm The Cat in the Hat.
Bevor er selbst vor der Kamera stand, arbeitete Hibbert zunächst als Autor für US-Fernsehshows. In den 1980er-Jahren schrieb er unter anderem für die Show von Talkshow-Legende David Letterman.
Sein Tod kommt nur rund drei Monate nach dem seines "Pulp Fiction"-Co-Stars Peter Greene, der in derselben Szene den sadistischen Wachmann Zed spielte. In dem Folterkeller quälte seine Figur sowohl Hibberts "Gimp" als auch die Charaktere von Bruce Willis und Ving Rhames.
Auch wenn sein Auftritt kurz war – Stephen Hibbert hinterlässt eine Szene, die bis heute zu den ikonischsten Momenten der Filmgeschichte zählt.