Pussy-Riot-Aktivistin bei Angriff verletzt

Die Wortführerinnen der kremlkritischen Punkband Pussy Riot sind am Donnerstag von mehreren Russen in der Stadt Nischni Nowgorod mit Farbe, Essensresten und Metallgegenständen angegriffen worden.

Die beidem Aktivistinnen wollten ein Gefängnis inspizieren und waren zuvor noch frühstücken, als sie attackiert wurden. Maria Aljochina trug leichte Verätzungen am Auge, eine Stirnverletzung sowie eine leichte Gehirnerschütterung davon, wie die Künstlergruppe Art Wojna mitteilte.

Auf Bildern und Video ist der Angriff der Männer auf die Frauen in einer McDonald´s Filiale zu sehen. Gezeigt werden die mit Farbe verschmierten Gesichter von Aljochina und ihrer Mitstreiterin Nadeschda Tolokonnikowa, die in dem Schnellrestaurant essen waren und dort anscheinend einen geplanten Termin hatten.

Die Gegnerinnen von Präsident Wladimir Putin wurden laut Informationen ihrer Anwälte zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Sie hatten zuletzt mit dem für Aufsehen gesorgt. Dabei waren sie auch von Kosaken gepeitscht worden.

 

Erst im Dezember waren die Pussy Riot-Aktivistinnen nach fast zwei Jahren Haft aus dem Straflager entlassen worden. Sie waren 2012 wegen Rowdytums verurteilt worden, weil sie in einer Kirche ein Protestlied gegen Präsident Putin aufgeführt hatten.

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