"Wir sind bereit"

Putin-Mann sorgt mit Frieden-Sager für großes Staunen

Nach dem brutalen Einmarsch in die Ukraine stellt Russland Bedingungen für den Frieden und zeigt sich "bereit" für Gespräche mit dem Westen.

Newsdesk Heute
Putin-Mann sorgt mit Frieden-Sager für großes Staunen
Russland sei unter bestimmten Bedingungen zu einer "Koexistenz" mit dem Westen bereit, so der russische Verteidigungsminister.
via REUTERS

Während alle Blicke auf den Nahost-Konflikt und die aktuelle Lage in Gaza gerichtet sind, geht das Kriegsgeschehen in der Ukraine weiter. In Awdijiwka im Osten des Landes finden harte Kämpfe statt, die Lage verschärft sich mit jedem Tag. Von einst mehr als 30.000 Einwohnern sind in der Industriestadt nur noch etwa 1.000 verlieben. Militärblogger berichteten indes von angeblichen ukrainischen Vorstößen auf dem russisch besetzten Dnipro-Ufer im südlichen Gebiet Cherson. Der Kiewer Generalstab äußerte sich bisher nicht zu den Berichten.

Bereit für "Koexistenz" mit Westen

Indes zeigt sich die Regierung in Moskau laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu unter bestimmten Bedingungen zu Gesprächen über eine "Beilegung der Ukraine-Krise" und eine weitere "Koexistenz" mit dem Westen bereit. Jedoch müssten die westlichen Staaten aufhören, Russlands strategische Niederlage anzustreben, so der Minister auf einem Forum für Militärdiplomatie in China. Die Voraussetzungen für solche Gespräche seien aktuell aber nicht gegeben. Wie genau die Gespräche ausschauen würden und inwiefern eine "Koexistenz" Russland mit der Ukraine und dem Westen möglich sei, sagte Schoigu nicht.

Heftige Kritik an Nato

Außerdem fütterte der Verteidigungsminister seine chinesische Kollegen mit klassischer Anti-Westen-Propaganda. So würden westliche Staaten versuchen, den Konflikt in der Ukraine auf den asiatisch-pazifischen Raum ausweiten zu wollen. Die Nato verschleiere eine Aufstockung ihrer Streitkräfte in der asiatisch-pazifischen Region mit einem "demonstrativen Wunsch nach Dialog", zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass Schoigu.

    Erstmals hat die Ukraine russisch besetzte Stützpunkte mit ATACMS-Marschflugkörpern (im Bild) mit 300 km Reichweite angegriffen.
    Erstmals hat die Ukraine russisch besetzte Stützpunkte mit ATACMS-Marschflugkörpern (im Bild) mit 300 km Reichweite angegriffen.
    Südkoreanische Streitkräfte / AFP / picturedesk.com (Archivbild)

    Nato-Staaten würden außerdem ein Wettrüsten in der Region fördern und ihre Militärpräsenz sowie die Häufigkeit und den Umfang von Militärübungen verstärken. Dass am 24. Februar russische Truppen in die Ukraine einmarschierten, um sie zu "entnazifizieren" und seitdem tausende unschuldige Zivilisten töteten, erwähnte er nicht. Nur der Westen trägt in seinen Augen die Schuld dafür.

    Kein Ende des Atom-Abkommens

    Gleichzeitig versicherte der Verteidigungsminister, dass Russland die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen nicht senken werde. Man habe zwar den Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen aufgekündigt, das bedeute jedoch nicht das Ende des Abkommens, erklärte Schoigu. 

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      Picturedesk, privat (Montage: "Heute")
      red
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