In der EU-Kommission ist die Sorge groß, weil auch immer mehr Flüchtlinge über Russland nach Europa reisen würden. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn kritisiert dabei, dass das von Russland unter Präsident Wladimir Putin bewusst geschehen könnte, denn viele der nun reisenden Flüchtlinge hätten bereits viele Jahre in Russland gelebt.
"Auffällig ist aber, dass das in einem Moment geschieht, in dem die EU ohnehin stark unter Druck ist", so Hahn gegenüber "Zeit Online". Zwar sei die Zahl der aus Russland kommenden Flüchtlinge nicht hoch, "beunruhigend ist jedoch das politische Signal, dass dahintersteht". Die Kommission sei jedenfalls gewarnt.
Laut Hahn handelt es sich bei den Flüchtlingen vor allem um Menschen aus zentralasiatischen Staaten wie Tadschikistan und Turkmenistan, die zuvor viele Jahre in Russland gelebt hätten, bevor sie sich nun zur Flucht aufgemacht hätten. "Die haben sich wahrscheinlich nicht von selbst auf den Weg gemacht", so Hahn.