Welt

Putins Forderungen – das ist sein Preis für Frieden

Auch während der laufenden Friedensverhandlungen setzen die Russen ihre Invasion fort. Jetzt ist bekannt, was Putin von der Ukraine fordert.

Roman Palman
Teilen
Wladimir Putin stellt hohe Forderungen bei den Friedensverhandlungen mit der Ukraine.
Wladimir Putin stellt hohe Forderungen bei den Friedensverhandlungen mit der Ukraine.
REUTERS

Seit fünf Tagen lässt das russische Militär Raketen und Granaten auf die Ukraine hageln, begleitet vom Kanonendonner rücken Bodentruppen mit Panzern auf wichtige Städte des Landes vor. Viel Land konnten die russischen Streitkräfte wegen des erbitterten Widerstands aber noch nicht gewinnen. Jetzt haben sich beide Kriegsparteien erstmals zu Friedensverhandlungen an der Grenze zu Belarus getroffen, der belarussische Außenminister Wladimir Makej eröffnete die Gespräche.

Am späten Montagnachmittag nahm die erste Verhandlungsrunde ein abruptes Ende, die Unterhändler kehren in ihre Länder zurück. Mittlerweile ist auch durchgesickert, was Wladimir Putin eigentlich will. Sein Preis für einen Frieden zwischen den beiden Ex-Sowjet-Republiken ist hoch: 

Entmilitarisierung und die Krim

Russlands Präsident hat als Bedingungen für ein Ende der russischen Invasion in der Ukraine deren Entmilitarisierung sowie eine Anerkennung der von Russland annektierten Halbinsel Krim als russisches Territorium verlangt.

Putin forderte zudem erneut eine "Entnazifizierung" der ukrainischen Regierung und die "Neutralität" der Ukraine, teilte der Kreml am Montag nach einem Telefonat Putins mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit. Die Forderungen erfolgten vor dem Hintergrund der derzeit laufenden ukrainisch-russischen Verhandlungen.

Ukraine sucht EU-Beitritt an

Währenddessen hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski das Gesuch für den EU-Beitritt der Ukraine unterzeichnet: 

"Wir wenden uns an die EU zur unverzüglichen Aufnahme der Ukraine nach einer neuen speziellen Prozedur", sagte Selenski am Montag. "Ich bin überzeugt, dass das gerecht ist. Ich bin überzeugt, dass wir das verdient haben."

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich am Sonntag für einen Beitritt der Ukraine aus.