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Quarantäne in Australien? Thiem spricht jetzt Klartext

Tennis-Superstar Dominic Thiem äußert sich zum derzeitigen Streitthema Quarantäne bei den Australian Open.
Sebastian Klein
21.01.2021, 19:11

72 Spieler und Spielerinnen dürfen vor den Australian Open in Down Under ihr Hotelzimmer nicht verlassen. Schuld sind strenge Einreise- und Corona-Beschränkungen und positive Fälle auf den Hinflügen. Alle, die in betroffenen Fliegern saßen, werden nun besonders stark eingeschränkt, dürfen vor dem Grand-Slam-Turnier nicht einmal zum Trainieren raus.

US-Open-Gewinner Dominic Thiem nahm dazu in einem Podcast von Eurosport, "Das Gelbe vom Ball", Stellung. Der Lichtenwörther zeigt Verständnis für die australischen Behörden und erklärt, warum: "Es sind sehr verrückte Zeiten, aber wir haben gewusst, was uns erwarten wird. [...] Hier in Australien ist es nochmal etwas strenger, was auch verständlich ist. Das Coronavirus ist bei denen fast ausgestorben und sie wollen verhindern, dass es wieder eingeschleppt wird. Es ist sehr streng. Wir können rund zwei Stunden am Tag trainieren und rund vier Stunden raus. Die restliche Zeit verbringt man im Hotel."

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Eine der Betroffenen, Julia Putinzewa, protestierte gegen die Quarantäne: Fenster zu! Tennis-Star fordert: "Wir brauchen Luft".

Der 27-Jährige hat Mitleid mit den Betroffenen der betreffenden Flüge: "Ganz ehrlich, für die 70 Spieler und -innen, die in den Fliegern saßen, ist das natürlich ganz bitter. Die werden sicher einen schweren Wettbewerbsnachteil haben, das ist klar. Es sind zwar noch neun Tage bis zum Start der Australian Open, aber im Gegensatz zu den anderen, die normal trainieren können, ist das ein riesen Nachteil. Da braucht man nicht zu diskutieren. Das ist für die unfassbar unglücklich gelaufen, das tut mir auch sehr leid für diejenigen. Aber es hat natürlich auch jeder gewusst, auf was er sich einlässt. Tennis Australia und das ganze Land haben alles versucht, das Turnier stattfinden zu lassen und das ist auch eine sensationelle Leistung."

Vehement reagierte Thiem, als er auf eine mögliche Absage des Turniers angesprochen wurde. Eine solche komme für den Österreicher nicht in Frage: "Für mich ist es immer noch zumutbar. Es klingt jetzt hart, aber es sind nur 70 Spieler in der Quarantäne, alle anderen in Melbourne können normal trainieren. Es wäre allen anderen gegenüber unfair, die die weite Reise gemacht haben, wenn das Turnier jetzt ausfallen würde. Es war von jedem die eigene Entscheidung hierher zu reisen. Es musste keiner machen. Daher glaube ich schon, dass das Turnier stattfindet."

Denn, Thiem hat im neuen Jahr einiges vor: "2020 war sportlich gesehen sensationell. Das Gefühl beim Grand-Slam-Sieg war das beste, was ich jemals in meiner Tenniskarriere erlebt habe. Das will ich nochmal schaffen. Paris ist wahrscheinlich das ganz große Ziel. Es ist seit meinem Juniorenfinale wahrscheinlich mein Lieblingsturnier und ich habe die letzten Jahre dort immer sehr gut gespielt. Es ist zwar ein absolut übermächtiger Gegner da, aber das ist das nächste ganz große Ziel. Neben den anderen großen Turnieren, ist es das Event, das die höchste Priorität hat."