Penisfoto verschickt – nun fehlt 40-Jährigem ein Bein

Weil ein Österreicher (40) der Frau eines gebürtigen Türken (39) nachstellte, räumte der 39-Jährige mit seinem Auto seinen Rivalen aus dem Weg.
Die permanenten Pornobilder an seine attraktive Frau konnte ein 39-jähriger Österreicher mit Migrationshintergrund offenbar nicht länger ertragen: Als der Arbeiter Anfang Mai seine Kinder (18, 8) zum Arzt bringen wollte, fuhr er am Haus seines Widersachers vorbei und erblickte seinen Rivalen. Eigentlich wollte er ihn laut seinem Verteidiger nur zur Rede stellen, überfuhr ihn aber "unabsichtlich".

Der VW-Lenker drückte dabei den 40-Jährigen regelrecht an den Gartenzaun, verlor dabei die Taferl und flüchtete. Der Schwerverletzte stöhnte bei der Erstversorgung vor Schmerz, konnte den Einsatzkräften noch einen wichtigen Hinweis liefern: "Das war volle Absicht." Auch ein Zeuge, ein Bekannter des Opfers, untermauerte diese Aussage.

Wenig später stellte sich der Fahrer der Polizei, berichtete noch von einem tragischen "Unfall". Doch die Ermittler hegten rasch Zweifel an der Unglücksvariante ("Heute" berichtete), der Lenker wurde schließlich festgenommen. Der gebürtige Türke redete sich jedoch heraus – er hätte wegen des Ramadan nichts gegessen und getrunken und aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung die Kontrolle übers Steuer verloren.

Fotos von Penis

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich der "Unfall" tatsächlich als Beziehungstat dar: Die Frau des 39-Jährigen war laut Anklage in der Gegend als sehr freundliche Person bekannt, übernahm mit Anfang 2019 eine Postfiliale in NÖ. Sie soll laut Anklage den 40-Jährigen auch in der Filiale mit den Worten "Hallo, schöner Mann" begrüßt haben, als dieser ein dringendes Postpaket erwartete. Via Chat erkundigte sich der 40-Jährige über den Status des Pakets, doch der Kontakt mit der gebürtigen Türkin wurde immer intensiver, gleichzeitig schlitterte die Beziehung des Paares in eine immer tiefer werdende Krise.

Der 40-Jährige soll laut Anklage schließlich sogar wiederholt Fotos von seinem besten Stück an die Ehefrau des 39-Jährigen geschickt haben. Dabei schrieb der 40-Jährige noch Perversitäten darunter. Der 39-jährige Ehemann bekam Wind davon, setzte seinen Sohn auf das Mobiltelefon seiner Gattin an (Anm.: zur Auskundschaftung) und soll laut Anklage bereits im April am Haus des Opfers vorbeigefahren sein.

Bein amputiert

Dann soll die Frau dem Österreicher Anfang Mai geschrieben haben: "Habe mich von meinem Mann getrennt." Schließlich wollte der türkischstämmige Österreicher den "Querbrater" – im Zuge eines Arztbesuches seiner Kinder – zur Rede stellen, doch die Situation eskalierte völlig, der 40-Jährige wurde angefahren. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, wurde mit einem Helikopter ins Spital geflogen, ein Bein konnte nicht mehr gerettet werden, das zweite Bein wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Am Donnerstag muss der Lenker in Korneuburg wegen Mordversuchs auf die Anklagebank. "Er wollte ihn keinesfalls schwer verletzen, weiters bestand zu keiner einzigen Sekunde eine Tötungsabsicht", so Manfred Arbacher-Stöger, der den 39-Jährigen gemeinsam mit Rudolf Mayer vertritt.

Ausgezahlt hat sich die Aktion des Lenkers freilich nicht: Er sitzt seit Mai in U-Haft, das Opfer verlor ein Bein, die Kinder einen Vater. "Unser Klient war schon sehr bemüht, Schadenswiedergutmachung zu leisten, jedoch wurde das bis jetzt vom Opferanwalt nicht kommentiert und sogar abgelehnt", so Manfred Arbacher-Stöger. Dem Lenker droht wegen Mordversuchs eine lebenslange Freiheitsstrafe, es gilt die Unschuldsvermutung.



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