Am 10. Februar passierte der besonders schwere Sturz. Der 29-jährige Franzose in Diensten des Cofidis-Teams ist auf der vierten Etappe der Oman-Rundfahrt heftig verunglückt. Touze erlitt dabei einen Becken- und Oberschenkelbruch, sowie einen Milzriss.
Die "L´Equipe" nannte nun Details über die Schwere der Verletzung. Und die haben es tatsächlich in sich. Beim Franzosen waren zunächst nämlich lediglich die Becken- und Beinverletzungen diagnostiziert worden. Doch der 29-Jährige selbst spürte, dass es ernsthafter gewesen war. "Ich hatte das seltsame Gefühl, dass ich sterben würde. Nach dem Sturz fühlte ich mich nicht schlecht, aber als der Sportdirektor des Teams eintraf, sah ich, dass sein Gesichtsausdruck nicht gerade beruhigend war", schilderte der Rad-Profi nun.
Seine Frau Sofia Six hatte den Sturz nicht gesehen, sie war arbeiten. Und ihr war zunächst die Schwere der Verletzungen selbst nicht bewusst – der Milzriss war schließlich zunächst nicht diagnostiziert worden. "Als Damien mich anrief, wusste ich nicht, dass er gestürzt war. Er weinte. Er sagte: ,Ich werde sterben. Sag unserem Sohn, dass ich ihn liebe´", erzählte sie. Sie hatte ihn dann beruhigt, er werde nicht sterben. "Aber tief in meinem Inneren spürte ich, dass es schlimmer war", erzählte sie.
Touze habe "nicht alleine bleiben" wollen, habe "Angst gehabt in einem Land, das ich nicht kannte". Das Krankenhaus sei "ziemlich provisorisch" eingerichtet gewesen. Erst in einer anderen Klinik war schließlich der Milzriss beim Franzosen diagnostiziert worden, Touze hatte zuvor hohes Fieber gehabt, es bestand Lebensgefahr. "Es war erschreckend, ich hatte das Gefühl, dass niemand ihm helfen konnte", erzählte Jean Philippe Yvon, der Onkel des Rad-Asses.
Letztendlich war es Annemie Batjoens, die Teamärztin des Cofidis-Rennstalls, gewesen, die die Ernsthaftigkeit der Bauchverletzung erkannt hatte. Sie sei über die Beinverletzung informiert worden, "aber dann sah ich, dass die Bauchverletzung viel schwerwiegender war". Der Franzose wurde schließlich im belgischen Roeselare versorgt. Er kann mittlerweile auf Krücken gehen. Und mittlerweile läuft bereits die Reha.