Radioaktives Jod in Österreichs Luft nachgewiesen

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In der Luft über Europa befindet sich radioaktives Jod. Spuren der Radionukleide Jod-131 wurden in mehreren Teilen Europas nachgewiesen. Auch in Österreich wurden entsprechende Werte festgestellt. Für die Bevölkerung besteht aber keine Gefahr.

Die Strahlenschutzbehörden von Deutschland und Tschechien meldeten, dass im Jänner radioaktives Jod in der Luft nachgewiesen werden konnte. Die Werte seien aber an der Grenze der Messbarkeit, ein Sprecher der tschechischen Behörde sagte am Dienstag dazu: "Es gibt keinerlei Grund zu irgendwelchen Sorgen wegen der Folgen für den Menschen."
Einn AKW-Unfall als Ursache halten die Behörden für "Unsinn", viel wahrscheinlicher wäre, dass es ein Problem bei einem Hersteller radioaktiver Medikamente gegeben haben könnte. Das kann aber nicht so lange her sein, denn Jod-131 hat eine kurze Halbwertszeit (8 Tage), heißt es in der Mitteilung der französischen Behörde.

Gefahr für Österreich?

Die Sprecherin des Umweltministeriums, Magdalena Rauscher-Weber bestätigt gegenüber "heute.at", dass das radioaktive Jod auch in der österreichischen Luft nachgewiesen worden ist.

Allerdings seien die Mengen so derart gering gewesen, dass sie nur in einer Sammelmessung über die Dauer von einer Woche festgestellt werden konnten. Gefahr für die Bevölkerung besteht "in keiner Weise", sie liegen sogar bei weitem unter der natürlichen Strahlenbelastung.

Einen Atomunfall als Ursache kann man daher ausschließen, wie Rauscher-Weber sagt. Das permanente Überwachungssystem, das auch mit internationalen Messstellen zusammenarbeitet, sei genau für die Erkennung solcher Zwischenfälle eingerichtet worden.

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