In diesem Wiener Grätzel herrschen anscheinend – zumindest für Radfahrer – andere Regeln! Das moniert ein "Heute"-Leser, der am Samstag besorgt in eine Kreuzung in Hernals blickte. Auf frischer Tat erwischte er eine Radfahrerin dabei, wie sie auf gleich zwei STOPP-Schilder pfeift – und in der Kreuzung überall hinsieht, nur nicht auf den entgegenkommenden Verkehr.
An der Kreuzung Blumengasse mit der Lacknergasse im 17. Wiener Bezirk sieht Leser Erwin "im Prinzip jeden Tag" Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten würden. "Von zehn Radlern bleiben an dieser Kreuzung maximal zwei Radfahrer stehen – und das bei einer Stopptafel!", moniert der Wiener.
Ein Move vom Samstagnachmittag schockiert den Hernalser. "Sie blieb an der vorhandenen Stopptafel nicht stehen, sondern fuhr weiter und schaute noch dazu nicht nach links – woher der Verkehr kommen könnte – sondern nach rechts, wo niemand entgegenkommen kann", zeigt sich der Leser im Gespräch mit "Heute" fassungslos.
Nachmachen sollte man solche waghalsigen Manöver keinesfalls, denn: In Österreich gelten für Radfahrer dieselben Grundregeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) wie für Autofahrer – ergänzt um spezielle Vorschriften für den Radverkehr. Gerade in Wien gibt es viele Radwege, Fahrradstraßen und Begegnungszonen, daher sind einige Regeln besonders wichtig.