Schüler steckten fest

Radtrip endet in Schneechaos: 8.500 € Strafe für Lehrer

Was eigentlich ein Spenden-Radtrip sein sollte, endete im Chaos. Eine Schülergruppe streckte im Schnee fest, nun wurde der Fall gerichtlich geklärt.
Österreich Heute
15.02.2026, 21:21
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der spektakuläre Zwischenfall sorgte im Sommer 2024 weit über die Grenzen von Tirol hinaus für Aufsehen: Elf Schüler eines Gymnasiums im Alter von 16 und 17 Jahren wollten gemeinsam mit zwei Lehrern und fünf Begleitpersonen für den guten Zweck mit Fahrrädern von Furth bei Landshut nach Jesolo radeln. Die geplante Alpenüberquerung endete jedoch im Schnee.

Mussten Notruf absetzen

Die Gruppe geriet im Tiroler Zillertal in winterliche Bedingungen. Am Heiligen Geistjöchl auf 2658 Metern Höhe lag teilweise noch ein halber Meter gefrorener Schnee. Schüler, Lehrer und Begleitpersonen mussten ihre Fahrräder schließlich tragen.

Als die Situation für den Gruppenleiter nicht mehr zu bewältigen war, brach er die Tour ab und setzte einen Notruf ab. Die teils erschöpften Jugendlichen und Erwachsenen wurden mit Unterstützung von Bergrettern und per Polizeihubschrauber ins Tal gebracht. Auch die zurückgelassenen Räder mussten später aufwendig geborgen werden.

Zahlung von 8.500 Euro

Weil sich der Gruppenleiter vorab nicht ausreichend über Wetter- und Wegverhältnisse informiert hatte, hätte er sich im September 2025 vor dem Bezirksgericht Zell am Ziller verantworten müssen. Da er zum Termin nicht erschien, wurde das Verfahren zunächst vertagt. Nach der versäumten Hauptverhandlung beauftragte der Beschuldigte den Tiroler Verteidiger Matthias Holzmann mit seiner Vertretung.

"Doch ich habe zuvor einen schriftlichen Diversionsantrag eingebracht, das Gericht hat diesem stattgegeben und meinem Mandanten ein Diversionsangebot erstattet", erklärte Holzmann der "Kronen Zetitung". Dieses sah Zahlungen in Höhe von insgesamt 8.500 Euro vor – 4393 Euro für Sachverständigengebühren und 250 Euro an Pauschalkostenbeitrag.

Schulden bereits beglichen

"Der Beschluss ist bereits rechtskräftig, Geldbuße und Prozesskosten wurden bezahlt. Mein Mandant hat sein Fehlverhalten eingesehen und Verantwortung übernommen", betonte Holzmann. Durch die diversionelle Erledigung gehe sein Mandant "ohne Vorstrafe" aus dem Verfahren hervor. Zudem habe so eine "belastende und zeitintintensive Hauptverhandlung" vermieden werden können.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.02.2026, 21:21
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen