Rätsel um Wirecard-Chef: Spur führt auch nach NÖ

Ex-Vorstand Jan Marsalek ist auf der Flucht
Ex-Vorstand Jan Marsalek ist auf der Fluchtkc, PD
Kometenhafter Aufstieg, Partys Glamour - doch jetzt ist Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek wie vom Erdboden verschluckt. In Nö findet man eine Spur.

Wegen des Verdachtes der Marktmanipulation, Bilanzfälschung, Untreue, Geldwäsche dürfte ihm ein Platz auf der Most-wanted-Liste sicher sein: Polizei und Behörden haben derzeit keine Ahnung, wo Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek sowie 1,9 Millarden Euro Bilanzgeld verblieben sind.

Ging in NÖ zur Schule

Der in Wien geborene Marsalek hatte in den 90er-Jahren in ein Gym im Wiener Speckgürtel gewechselt, machte nie Matura. In Niederösterreich, vor den Toren Wiens, verbrachte er dann einen Teil seiner Jugend, stieg mit 20 bei Wirecard ein, saß mit 30 im Chefsessel. Der Shootingstar war für ausufernde Partys und seine Prahlerei bekannt.

Nur: Der 40-Jährige dürfte tatsächlich einen guten Draht zu Geheimdiensten und Politik gehabt haben, gilt als weltweit vernetzt. Dieses Geflecht dürfte ihm jetzt auf der Flucht, so wie die mutmaßlich abgezweigten Millionen, zugutekommen.

Mutter änderte Nachname

Anders als Ex-Wirecard-Chef Markus Braun, der sich wegen seiner Familie der Polizei gestellt hat und festgenommen wurde ("Heute" berichtete), ist der untergetauchte Jan Marsalek Single, hat nur einen Bruder und Mutter in Niederösterreich.

Seine Mutter hat übrigens vor rund zwei Jahren den Namen gewechselt, heißt nicht mehr Marsalek, nahm den Mädchennamen an. Warum ist unklar ... wie so vieles in der Causa Jan Marsalek. Im Ort wird die Pensionistin als kommunal engagiert, aktiv und resolut beschrieben.

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