Chefdesigner verlässt Calvin Klein

Bild: Reuters
Nach nur zweieinhalb Jahren Mitarbeit für die Marke beendet der belgische Modedesigner Raf Simons seine Tätigkeit bei der bekannten US-Marke.

Für den Beruf als Kreativdirektor bei Calvin Klein zog der Belgier Raf Simons von Antwerpen nach New York, um die amerikanische Linie der Marke zu prägen. Durch das US-Bekleidungsunternehmen PVH, dem das bekannte Label seit Anfang der 2000er Jahre gehört, erfolgt die Mitteilung, dass beide Seiten bestätigt hätten, die Beendigung der Zusammenarbeit würde freundschaftlich vonstatten gegangen sein.

"Beide Parteien haben freundschaftlich beschlossen, sich zu trennen, da die neue Markenausrichtung nicht mit Simons kreativer Vision übereinstimmt", hieß es in einer Presseaussendung. Zwar waren es noch acht Monate bis zum Ablauf seines Vertrags, dennoch kam die Meldung nicht ganz überraschend. Denn die Neuorientierung des Unternehmens war nicht so erfolgreich gelaufen wie erhofft und bereits im Dezember hatte CEO Emanuel Chirico seine Unzufriedenheit über Simons Leistung geäußert. Die Gewinne an der Jeans-Linie blieben hinter den Erwartungen zurück. Der modische Zeitgeist ging von anderen Richtungen aus. Der Eigentümer des Konzerns war schon länger mit der Performance der ganzen Marke unzufrieden.

Bevor er im August zu Calvin Klein kam, war er drei Jahre Chefdesigner bei Dior. Und damit ist es nach Jil Sander und Dior bereits der dritte Designer, den er verlässt. Oft kannte man auch seine Stücke als solche bei Modenschauen, die für Staunen sorgten. Er war der Liebling der Modekritiker. Abzuwarten bleibt, ob er in Zukunft die selbstständige Variante eines eigenen Modelabels wählen oder wieder für einen großen Designer arbeiten wird.

(GA)

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